Burg Altenstein

Altenstein_1919_Panorama
Altenstein_1928_Bruecke
Altenstein_1932_Kirchenfragmente
Altenstein_1935_Mauerfragmente
Altenstein_1951_Seitenansicht
Altenstein_1929_Vorburg
Burg Altenstein
96126 Maroldsweisach
Bayern
Deutschland

Die 150m über dem Baunachtal erbaute Burg ist ein weithin sichtbares Symbol für Herrschaftsanspruch. Sie ist eine der größten Burganlagen Frankens.

Der Name Altenstein verweist auf eine nicht mehr näher zu lokalisierende ältere Burganlage. Die heutige Burg wird 1225 mit einem Marquard de antiquo lapide erstmals namentlich fassbar, dann 1232 direkt als castrum (Burg) mit einer ecclesia (Burgkirche).

Um die Besitzrechte stritten sich die Hochstifte Bamberg und Würzburg. 1254 soll Würzburg die Burg, die vom Geschlecht der Stein zu Altenstein gehalten wurde, gewaltsam in seinen Besitz gebracht haben.

Zwischen die Zerstörungen im Bauernkrieg (1525) und im 30- jährigen Krieg (1632) fällt ein Wiederaufbau unter Wolf Dietrich von Stein im Jahr 1567. Nach einer Notinstandsetzung um 1670 verfiel die Burg, kam 1895 an die Freiherren von Rotenhan und schließlich 1972 an den Landkreis Haßberge.

Die Hauptburg wird durch einen mächtigen Halsgraben von der dorfseitigen Vorburg getrennt. Die äußere Grabenseite ist teilweise über Flugbögen aufgemauert. Eine steinerne Brücke des 16. Jahrhunderts überquert den Graben. Sie mündet in ein Doppelturmtor, das beiderseits zusätzlich von wuchtigen Rundtürmen flankiert wird.
Das Tor wurde durch einen breiten Gußerker und eine Zugbrücke gesichert. Torbau und Umwehrung datieren in das 16. Jahrhundert, waren ihren Schießscharten zufolge für die Verteidigung durch Hakenbüchsen und Armbrüste eingerichtet und gehören zur eindrucksvollsten Artellerieumwehrung aller Haßberger Burgen.

Wenngleich nur noch in ansehnlichen Fragmenten erhalten, gilt die Altensteiner Burgkapelle als ein Meisterwerk der fränkischen Spätgotik.
Da die Ritte zum Beten angehalten waren, besaß auch schon die Gründungsburg eine Kapelle. Sie befand sich wohl im ersten Stock des alten Palas, der eine entsprechende Ostung aufweist.

Mit dem Ende der Hussitenkriege begann der repräsentative wohnliche Ausbau der Burg.

Dabei ersuchten die Burgbewohner ihren Lehnsherren, den Würzburger Bischof Johann von Brunn, ihre Schlosskapelle von Ebern zu separieren und zur eigenen Pfarrkirche zu erheben. Erst als dies 1438 geschah, begann man mit dem Bau einer neuen, besser ausgestatteten Burgkapelle. Dabei stelle man die neue Kirche fatalerweise an den Ostrand der Burganlage, dorthin, wo die Felspfähle kontinuierlich hangabwärts rutschen.

Im Zuge einer solchen Draftbewegung riss der Chor vom Hauptbau ab und geriet durch weiteres Abgleiten in eine bedrohliche Schrägstellung. Durch Stahlanker wurde dieser zuvor stark einsturzgefährdete Bauteil 2001 statisch gesichert. Zuvor wurde der Chor durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, Abteilung Bauforschung, sorgsam steingerecht aufgemessen.

Quelle: Infotafeln an der Burg
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Der Zugang zur Ruine ist zu folgenden Zeiten möglich:
01. April bis 30. September von 08:00h bis 21:00h
01. Oktober bis 31. März von 09:00h bis 17:00h

Auch bietet der Verein die Möglichkeit für sachkundige Führungen und zwar bei Gruppen bis zu 10 Personen für 10 Euro, bei mehr als 10 Personen für 20 Euro.
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Der Eintritt ist frei.

Der Burg- und Heimatverein Altenstein e.V. bietet die Möglichkeit nach vorheriger Anmeldung für sachkundige Führungen und zwar bei Gruppen bis zu 10 Personen für 10 Euro, bei mehr als 10 Personen für 20 Euro.
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