Amalienborg Slot

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Christian VIIs Palais und Reiterstandbild-c-Peter Nørby_Kongernes Samling800
Amalienborg | Christian VIIs Palais und Reiterstandbild © Kongernes Samling Peter Norby
Die Garde vor dem Christian VIIIs Palais_c-Peter-Nørby_Kongernes Samling800
Amalienborg | Die Garde vor dem Christian VIIIs Palais © Kongernes Samling Peter Norby
Amalienborg-Trongemakket. Peter Nørby_Kongernes Samling800
Amalienborg | Das Throngemach © Kongernes Samling Peter Norby
Gala Saal_c-Peter Nørby_Kongernes Samling
Amalienborg | Der Galasaal © Kongernes Samling Peter Norby
Det Pompejanske Gemak. Peter Nørby_Kongernes Samling800
Amalienborg | Das Pompejanische Gemach © Kongernes Samling Peter Norby
Det gyldne tableau. Foto af Peter Nørby800
Amalienborg | Das Goldene Tableau im Appartementsaal © Kongernes Samling Peter Norby
Amalienborg-Det Gotiske Bibliotek. Peter Nørby_Kongernes Samling800
Amalienborg | Die Gotische Bibliothek © Kongernes Samling Peter Norby
Wissenswertes über Amalienborg Slot

Lesezeit: 6 min

Kopenhagen ist die Heimat einer der ältesten Monarchien der Welt und eine wahrhaft königliche Stadt.


Schloss Amalienborg liegt mitten im Herzen der Stadt, ist der Sitz der dänischen Monarchie und die Hauptresidenz der königlichen Familie. Der Palast ist ein Highlight für jeden, der sich für königliche Geschichte interessiert.


Sehenswert ist die tägliche Wachablösung um die Mittagszeit. Die Königliche Leibgarde marschiert von ihrer Kaserne am Schloss Rosenborg durch die Straßen Kopenhagens zur Amalienborg – oft begleitet von Musik.


Amalienborg ist ein Schlossensemble aus vier einzelnen Palais um einen achteckigen Platz und wurde in den 1750er Jahren als Mittelpunkt des umliegenden Viertels Frederiksstaden erbaut. Die vier Paläste waren ursprünglich Wohnhäuser für den Adel, wurden aber nach dem Brand von Christiansborg im Jahr 1794 von der königlichen Familie übernommen.


Die erste Amalienborg


Ursprünglich stand an dieser Stelle der Sommerpalast der Königin Sophie Amalie von Braunschweig-Lüneburg der in den Jahren 1667-73 errichtet wurde.

Es handelte sich um eine prächtige Villa nach italienischem Vorbild. Dieses Schloss brannte aber 1689 im Zusammenhang mit den Geburtstagsfeierlichkeiten von Christian V. nieder – etwa 180 Menschen starben.

In den Jahren nach dem Brand gab es verschiedene Baupläne, aber nichts geschah. Im Jahr 1749 legte eine Gruppe einflussreicher Kaufleute einen Plan für das Gebiet vor. Der Vorschlag wurde von Obersthofmeister A.G. Moltke aufgenommen.

Er sah die Gelegenheit, König Friedrich V und die absolute Monarchie zu feiern und ließ ein neues Stadtviertel anlässlich des 300-jährigen Jubiläums des Hauses Oldenburg errichten. Der König übergab das Gebiet Amalienborg dem Kopenhagener Magistrat, der die Grundstücke an hochrangige Bauherren aus dem Adel und dem Großbürgertum vergab.

Der Plan des Hofbaumeisters Nicolai Eigtved

Der Hofbaumeister Nicolai Eigtved, ein bedeutender Vertreter des so genannten Rokoko-Stils, wurde mit der Gestaltung des neuen Frederiksstaden-Viertels betraut. Eigtved erstellte in kurzer Zeit einen Plan für das Viertel und die zentrale Monumentalarchitektur in Form der Amalienborg-Schlösser und der Frederikskirche.

Frederiksstaden wurde – mit der Kirche als markanter Ausnahme – in den 25 Jahren nach der Gründung 1749 fertiggestellt. Die Bauarbeiten begannen 1750, und die ersten Stadthäuser wurden im folgenden Jahr fertiggestellt.

Vier identische Paläste

Die vier identischen Rokokoschlösser bilden mit den Eckpavillons ein Achteck. Das Erscheinungsbild ist ein charakteristischer, sehr leichter Rokokostil, der deutsche und französische Stilelemente verbindet.

Während die anderen Grundstücke in Frederiksstaden vom Kopenhagener Magistrat vergeben wurden, behielt sich der König das Recht vor, die Bauherren der Amalienborg-Schlösser auszuwählen. Das Grundstück mit der besten Lage war für den Oberkammerherrn A. G. Moltke reserviert, der den heutigen Palast Christian VII. errichtete – der eindrucksvollste der Paläste.

Im Jahr 1757 folgte das Palais der aus Holstein stammenden Gräfin Schack und 1760 wurden die Arbeiten an den Häusern des Barons Brockdorff und des Grafen Levetzau beendet.

Nicolai Eigtved starb 1754 und konnte daher sein Meisterwerk nicht mehr vollenden, obwohl der Moltke-Palast, den Eigtved ebenfalls ausschmückte, noch vor dem Tod des Architekten eingeweiht wurde.

Das Reiterstandbild und Frederiks Kirche (Die Marmorkirche)

Die Aufgabe, Frederik V. zu Pferde zu verewigen, fiel dem jungen Franzosen Jacques-Francois-Joseph Saly zu, der 1753 nach Kopenhagen geholt wurde. Frederik V. wurde auf seinem Pferd als römischen Kaiser mit Kürass und Lorbeerkranz dargestellt. Nach der Herstellung des Sockels und der Pflasterung des Platzes wurde die Statue schließlich 1770 enthüllt.

Obwohl die Kirche das ehrgeizigste Element von Frederiksstaden war, sollten zwischen der Grundsteinlegung durch Frederik V. am 30. Oktober 1749 und der Fertigstellung der Kirche auf dem Grundstück beachtliche 145 Jahre vergehen.

Aus Kostengründen wurde anstelle von norwegischem Marmor Kalkstein für den Bau verwendet, was aber nicht verhinderte, dass sich der Name „Die Marmorkirche“ etablierte. Der Bau der heutigen Kirche wurde 1877 begonnen und 1894 abgeschlossen.

Die königliche Residenz brennt

Der Brand der ersten Christiansborg im Jahr 1794 brachte die heimatlose königliche Familie in eine missliche Lage, die mit dem Erwerb der Amalienborg-Schlösser gelöst wurde. Christian VII. übernahm das Moltke Palais– der Rittersaal gilt als einer der schönsten Rokokoräume in Dänemark. Die prunkvollen Räume können im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Der Kronprinz Frederik übernahm das Schack’sche Palais – heute der offizielle Kopenhagener Wohnsitz von Königin Margrethe II. – und Erbprinz Frederik übernahm das Levetzau’sche Palais– heute ein Museum, das sich dem dänischen Königshaus widmet.

So ging die gesamte Amalienborg in königlichen Besitz über, da der König bereits das Brockdorffsche Palais – heute die offizielle Kopenhagener Residenz des Thronfolgers Frederik und seiner Frau Mary – besaß, das seit 1767 eine Offiziersschule beherbergte.

Der Umzug war der Anlass für umfangreichere Änderungen an der Architektur von Amalienborg. Zunächst wurde ein zusätzliches Stockwerk zwischen den Palästen und den Eckpavillons eingefügt, wo es ursprünglich nur ein Zwischenerdgeschoss gab. Der Architekt C.F. Harsdorff wurde mit dem Bau der Kolonnade beauftragt, die die beiden südlichen Paläste miteinander verbindet.

Der Aufenthalt der königlichen Familie in Amalienborg wurde als vorübergehende Lösung angesehen, da man mit einem schnellen Wiederaufbau von Christiansborg rechnete. Doch Amalienborg erwies sich als hervorragende Residenz und obwohl eine zweite und dann eine dritte Christiansborg gebaut wurde, zog die königliche Familie nicht wieder zurück.

In den mehr als 200 Jahren, in denen Amalienborg als königliche Residenz diente, wurde es Tradition, dass der Monarch in einem Palast residierte, während der Thronfolger in einem anderen wohnte, und so wird es auch heute noch gehandhabt.

Im Laufe der vergangenen 250 Jahre sind die Häuser den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bewohner angepasst worden und so ist heute jedes Palais leicht unterschiedlich.

Amalienborg für die heutigen Besucher

Beenden Sie Ihren Besuch auf dem Schlossplatz von Amalienborg mit einem Besuch im Amalienborg Museum.

Ein Besuch im Amalienborg Museum ist wie eine Zeitreise durch 150 Jahre dänische Königsgeschichte. Erleben Sie die Privatgemächer des letzten dänischen Königspaares, die noch intakt sind. Jedes Zimmer spiegelt den modernen Geschmack der jeweiligen Zeit und die Persönlichkeiten der Könige und Königinnen wider, sei es im militärischen, viktorianischen oder ritterlichen Stil.

Im 2. Stock können Sie den Galasaal betreten, wo die königlichen Empfangsräume noch immer von der königlichen Familie genutzt werden.

Im Jahr 2022 feiert die Königlich Dänische Sammlung den 50. Jahrestag der Thronbesteigung Ihrer Majestät der Königin mit der Sonderausstellung „A Queen’s Jewellery Box – 50 years on the throne told through jewellery“.

Die Ausstellung zeigt erstmals eine Auswahl von mehr als 200 bekannten und weniger bekannten Schmuckstücken aus der Sammlung der Königin. Jedes Stück erzählt eine Geschichte und verweist auf ein oder mehrere private oder offizielle Ereignisse während der 50-jährigen Regentschaft der Königin. Die Ausstellung ist bis zum 23. Oktober 2022 zu sehen.

Wir danken der Kongernes Samling / The Royal Danish Collection für die Unterstützung. Die Bildrechte liegen bei dort.

Eintrittspreise
Erwachsene: DKK 125,00 (ca. 17,00€)
Kinder und Jugendliche (0-17 Jahre): Eintritt frei
(Stand 2022)
Öffnungszeiten
Vom 22. Januar bis 23. Oktober:
Täglich von 10:00h bis 17:00h

Vom 24. Oktober bis 30. Dezember:
Dienstag bis Sonntag von 11:00h bis 16:00h
Montag: Geschlossen

Geschlossen am 7. / 8. November und am 24./ 25./ 31. Dezember und am 1. Januar 2023
(Stand 2022)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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