Nach mehr als 220 Jahren kehrt ein bedeutendes Barockgemälde an seinen Ursprungsort zurück: Das restaurierte Porträt Kurfürst Max Emanuels hängt seit Juli 2026 wieder im Neuen Schloss Schleißheim – gemeinsam mit seinem Prunkrahmen bildet es ein einzigartiges Gesamtkunstwerk.

Das großformatige Gemälde entstand um 1710 und zeigt den Kurfürsten in Harnisch und Hermelinmantel, im Hintergrund ist Schloss Schleißheim selbst zu erkennen. Gemalt hat es Joseph Vivien, der vergoldete Prunkrahmen wird dem Hofbaumeister Joseph Effner zugeschrieben — demselben Mann, der das Neue Schloss Schleißheim entscheidend geprägt hat. Rahmen und Gemälde gehören damit untrennbar zusammen. Nach der Säkularisation des Fürstbistums Bamberg wanderte das Werk 1803 nach Schloss Seehof, wo es thematisch nie ganz passte. Nun ist es zurück im Audienzzimmer des Kurfürsten — genau dem Raum, für den es ursprünglich gedacht war. Ermöglicht hat die aufwändige Restaurierung von Leinwand und Rahmen eine Spendenkampagne. Das Porträt ist ab sofort Teil des Rundgangs durch die Schleißheimer Prunkräume.
Mehr Infos: Schloss Schleißheim auf burgen.de · www.schloesser-schleissheim.de


