Hrad Švihov

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Vodní hrad Švihov 800
Vodní hrad Švihov mit der Kapelle © Nationalinstitut für Denkmalpflege (NPÚ)
Vodní hrad Švihov (2)800
Vodní hrad Švihov mit Wassergraben © Nationalinstitut für Denkmalpflege (NPÚ)
Vodní hrad Švihov (3)800
Vodní hrad Švihov aus der im Luft © Nationalinstitut für Denkmalpflege (NPÚ)
Wissenswertes über Hrad Švihov

Lesezeit: 5 min

Ungefähr 30 km südlich von Pilsen liegt die kleine Stadt Švihov mit ihrer bedeutendsten Sehenswürdigkeit – die Burg Švihov. Sie gehört zu den jüngsten Burgen Böhmens und ist die am besten erhaltene Wasserburg in Tschechien.


Das Aschenbrödel

Die Burg kommt einem vage bekannt vor, obwohl man den Namen noch nie gehört hat, zumindest der Innenhof. Er diente im TV-Weihnachtsklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ aus den 70er Jahren als Kulisse für das Zuhause des Aschenbrödels, ihrer Stiefmutter und Stiefschwester Dorchen.


Entdecken Sie das Geheimnis von Aschenputtels Glaspantoffel und besichtigen Sie die Ausstellung, die der Verfilmung dieses legendären Märchens gewidmet ist. In der Ausstellung finden Sie die Kostüme aus dem berühmtem Märchenfilm, dazu Fotos der Dreharbeiten, Originalhandschrift des Drehbuchs und vieles mehr. Sie ist ohne Führung durch einen separaten Eingang vom großen Schlosshof aus zugänglich.


Wer nach der Besichtigung der Burg noch etwas Zeit hat, kann auf Aschenbrödels Pfad spazieren gehen. Der Rundweg

dauert ca. 60 Minuten und führt zu allen Plätzen aus dem Film.

Auch heute noch wird die Burg für Film-Produktionen genutzt.

Die Anfänge der Burg

Die Wasserburg Švihov oder Schwihau wurde am Ende des 15. Jahrhundert vom königlichen Oberstlandrichter Půta von Švihov an der Stelle einer Burg aus dem 14. Jahrhundert gegründet.

Er bekleidete das Amt des höchsten Landesrichters vom Böhmischen Königreich unter König Vladislav II. und gehörte zu den mächtigsten Männern des Landes. In der Burgkapelle zeigt ein Wandgemälde mit der St.-Georg-Legende sein Portrait.

Seine Stelle beim Hofstaat, Königs Gunst und politischer Einfluss erlaubten ihm, das Eigentum seiner Familie erheblich zu erweitern. Neben der Burg in Švihov besaß er noch andere Burgen.

Eine Wasserfestung auf einer künstlichen Insel in einem flachen Flusstal

Der Burgkern mit zwei Wohnflügeln, einer Burgkapelle und einem Hauptturm birgt einen viereckigen Innenhof.

Dieser Kern wurde von einer Befestigung mit vier Eckbasteien und dem ersten Wassergraben umringt. Hinter der äußeren Befestigung gab es noch einen anderen Wassergraben, der den ganzen Gebäudekomplex schützen sollte. Die beiden Wassergraben wurden vom Fluss Úhlava und von drei nahegelegen Teichen versorgt.

Půta verstarb im Jahr 1504 vor der Vollendung seiner Burg. Seine Söhne Václav und Jindřich beauftragten den berühmten Architekten Benedikt Ried mit dem weiteren Ausbau.

Die nächsten 500 Jahre

Die Burg wechselte ihr Aussehen, die Besitzer und auch ihre Bedeutung. Die Gotik wurde von der Renaissance abgelöst, bis die Burg nur noch als Getreidespeicher diente. Im Jahr 1548 wurde die an den böhmischen Freiherrn Heralt Kavka von Říčany und Štěkeň verkauft. Fünfzig Jahre später war Humprecht Černín von und zu Chudeniceder Eigentümer.

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts hatte die Burg ihre strategische Bedeutung verloren. Im Dreißigjährigen Krieges wurde sie zweimal erfolglos von den Schweden belagert. Nach dem Kriegsende gab Kaiser Ferdinand III. einen Erlass heraus, zahlreiche Burgen in Böhmen abzureißen, darunter auch Švihov.

Die Černíns leisteten Widerstand und konnten einen vollen Abriss verhindern, doch die Burg verlor einen großen Teil der äußeren Befestigung, zwei Eckbasteien und die beiden Wassergraben wurden zugeschüttet.

Beinahe eine Ruine

Sie diente nun nicht ehr als Wohnsitz und Černíns richteten da einen Landwirtschaftshof ein. Die Wohnflügel wurden zu Speichern geändert und um den Hof herum gab es Ställe – die Instandhaltungsmaßnahmen waren auf das Nötigste beschränkt. Ab 1926 galt die Burg als Ruine. Erst 1930 begann der damalige Besitzer Eugen Černín mit ersten Schritten zu ihrer Rettung.

Im 2. Weltkrieges wurde die Burg nicht beschädigt, nach dem Kriege wurde sie beschlagnahmt. 1947 kam sie unter die Kontrolle der Nationalen Kulturkommission, die sofort eine Forschung und Renovierung eröffnete. Der Höhenpunkt der Renovierung war in den 50er und 60er Jahren.

Das alles und noch viel mehr erfahren die Besucher beim Besuch der Burg Schwihau. Es gibt mehrere Besichtigungsrouten für die Burg. In der Hochsaison können Sie auch an einer Reihe von Sonderführungen und Veranstaltungen teilnehmen.

Heute steht die Burg unter der Verwaltung von dem Nationalinstitut für Denkmalpflege (NPÚ) und bietet regelmäßige Führungen auf Tschechisch an. Ausländische Touristen erhalten Infobroschüren in fünf verschiedenen Sprachen zur Begleitung oder sie können Besichtigungen im Englischen und Deutschen mit einer vorherigen Buchung reservieren.

Im Angebot sind drei Besichtigungstouren: Die Burg, Die Küche und Der Turm
  • Die Burg – Leben in einer adligen Residenz: Man betritt man die Rote Bastion mit der Schreibstube und dem Burgmodell, dann geht es durch den Park zum Nordflügels, wo man z.B. das Schlafzimmer der Burgherrin sehen kann, die Marienkapelle besichtigt und erfährt, wie der Festsaal aussah. Schließlich besuchen Sie die Waffenkammer.
  • Die Küche – der Hintergrund des Adelssitzes: Bei dieser Führung lernen Sie den technischen Hintergrund des Schlosses kennen. Sie werden einen Blick in die Keller des Südflügels werfen, in denen früher verderbliche Lebensmittel gelagert wurden. Sie werden den Brotkeller sehen, durch das Wachhaus zum Büro des Gouverneurs gehen und einen Blick in die Küche werfen.
  • Der Turm – von der Ruine zum Denkmal: Der dritte Rundgang führt Sie in die Geheimnisse der Denkmalsanierung ein. Hier können Sie die erhaltenen Bauelemente des Turms besichtigen und vom obersten Stockwerk aus einen Blick auf die Stadt und das Úhlava-Tal werfen.

Im Sommer gibt es auch spezielle Besichtigungen für Familien mit Kindern, wo die Kinder Aufgaben erfüllen und zu Ende des Besuches für sie eine Überraschung vorbereitet wird. Ein weiteres einzigartiges Erlebnis ist die Bootsfahrt im Burgwassergraben auf dem Prahm „Sylvia“ oder „Ursula“ sein. Beliebt sind auch Falknervorführungen, die hinter der Burg im Juli und August stattfinden.

Wir danken dem Nationalinstitut für Denkmalpflege (NPÚ) für Infos und Photos. Die Bildrechte liegen dort.

Eintrittspreise
Die Innenbesichtigung ist nur mit Führung möglich.

Die Burg – das Leben am Adelswohnsitz (Grundführung/ ca. 50 Minuten)
Erwachsene ab 25 Jahre: 180 CZK (ca. 7,35€)
Senioren ab 65 Jahren mit gültigem Personalausweis: 140 CZK (ca. 5,70€)
Jugendliche (18 bis 24 Jahre): 140 CZK (ca. 5,70€)
Menschen mit Behinderung mit gültigem Behindertenausweis: 140 CZK (ca. 5,70€)
Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre): 70CZK (ca. 2,90€)
Kinder bis einschließlich 5 Jahre sind kostenfrei

Die Küche – der Betrieb der Burg (Führung/ ca. 40 Minuten)
Erwachsene ab 25 Jahre: 140 CZK (ca. 5,70€)
Senioren ab 65 Jahren mit gültigem Personalausweis: 110 CZK (ca. 4,50€)
Jugendliche (18 bis 24 Jahre): 110 CZK (ca. 4,50€)
Menschen mit Behinderung mit gültigem Behindertenausweis: 110 CZK (ca. 4,50€)
Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre): 60CZK (ca. 2,45€)
Kinder bis einschließlich 5 Jahre sind kostenfrei

Der Turm – der Weg von einer Ruine zum Denkmalschutz (Führung/ ca. 40 Minuten)
Erwachsene ab 25 Jahre: 140 CZK (ca. 5,70€)
Senioren ab 65 Jahren mit gültigem Personalausweis: 110 CZK (ca. 4,50€)
Jugendliche (18 bis 24 Jahre): 110 CZK (ca. 4,50€)
Menschen mit Behinderung mit gültigem Behindertenausweis: 110 CZK (ca. 4,50€)
Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre): 60CZK (ca. 2,45€)
Kinder bis einschließlich 5 Jahre sind kostenfrei

Auf den Spuren des Aschenbrödels (Ausstellung)
Erwachsene ab 25 Jahre: 130 CZK (ca. 5,30€)
Senioren ab 65 Jahren mit gültigem Personalausweis: 100 CZK (ca. 4,00€)
Jugendliche (18 bis 24 Jahre): 100 CZK (ca. 4,00€)
Menschen mit Behinderung mit gültigem Behindertenausweis: 100 CZK (ca. 4,00€)
Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre): 50CZK (ca. 2,00€)
Kinder bis einschließlich 5 Jahre sind kostenfrei
(Stand 2022)
Öffnungszeiten
Mai bis September:
jeden Tag, außer montags

April und Oktober:
Samstags und sonntags von 10:00h bis 15:00h
Sonderöffnungszeiten erfahren Sie auf der Website.

Von November bis März ist die Burg geschlossen
(Stand 2022)

Die Besuchszeiten sind für jede Führung festgelegt. Die Zeiten markieren den Beginn der ersten und den Beginn der letzten Tour an einem bestimmten Tag.

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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