Castelo de Guimarães

Castelo de Guimarães
4810245 Guimarães

Portugal and Weitere Länder

Das Castelo de Guimarães liegt auf dem Monte Largo im Norden Portugals, 50 km von der Stadt Porto entfernt. Hier soll Dom Afonso I, der erste König Portugals geboren sein, deshalb gilt Guimarães als „Berço da Nação“, die Wiege der Nation.

Im 11. Jahrhundert kämpften die spanischen Könige von León und Kastilien gegen die Araber. Zum Dank für seinen Beistand schenkte der spanische König Afonso VI. von Leon dem Herzog Dom Henrique de Borgonha nicht nur die Hand seiner (unehelichen) Tochter Dona Teresa de Leão, sondern auch die Grafschaft Portucale und das Castelo de Guimarães.

Die galizische Herzogin Mumadona hatte diese zuerst hölzerne Burg mit einem Turm im Jahr 968 errichten lassen, als Schutz vor Überfällen der Wikinger aus dem Norden oder der Mauren aus dem Süden. Diese Dame ließ außerdem ein Benediktinerkloster bauen und förderte die Ansiedlung neuer Siedler. Im 11. Jahrhundert wurde der Wachturm zum 27 m hohen Bergfried ausgebaut.
Unter Dom Henrique kamen die acht viereckigen Türme hinzu. 1105 wird die Kapelle errichtet.

Als Dom Henrique im Jahr 1112 starb, war Dom Afonso I gerade 3 Jahre alt. Seine Mutter übernahm, wie vom ihrem Vater vorgesehen, die Regentschaft für ihren Sohn. Als Alfonso mit 14 Jahren volljährig wurde, schlug er sich selbst zum Ritter. Das Verhältnis zu seiner Mutter und ihrem Liebhaber und vielleicht zweiten Ehemann war zerrüttet.

Im Jahr 1128 kam es in São Mamede, nahe Guimerães, zur Schlacht zwischen seinen und den Truppen seiner Mutter. Dom Afonso siegte, seine Mutter wurde in ein Kloster verbannt. 1139 schlug er eine Schlacht gegen die Mauren und gewann abermals. Nach der Schlacht erklärte er die Unabhänigkeit von Léon Kastilien und krönte sich zum König. Im Vertrag von Zamora wurde die Unabhängigkeit zwischen Afonso und seinem spanischen Cousin für das Gebiet nördlich des Tejo besiegelt.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts läßt König Dom Dinis eine 2km lange Befestigungsmauer um die Burg anlegen. Der letzte Umbau der Burg in Form der Errichtung zweier Türme, die das Eingangstor flankieren, erfolgte in der Regierungszeit von König Dom João I. Ab dem 15. Jahrhundert verlor sie ihre Bedeutung, sie wurde als Gefängnis oder Lager genutzt.

Als man in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Burg abreißen wollte, entschied sich der Stadtrat dagegen. Seit 1908 steht sie unter Denkmalschutz. 1940 begann man mit der Restaurierung.

Vom Torre de Menagem, dem Bergried kann man noch heute auf die umliegende Lanschaft und das Schlachtfeld von São Mamede blicken.
Und an der Stadtmauer findet man den stolzen Spruch AQUI NASCEU PORTUGAL (Hier wurde Portugal geboren).

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