Burg Bernstein

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Die Burg von der Ostseite © Burg Bernstein
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Blick auf die wunderschönen Räume © burgen.de
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Prächtige Räumlichkeiten © Burg Bernstein
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Die Bastion der Burg mit weitem Blick © Burg Bernstein
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Die Burg und eine tierische Begleitung © Burg Bernstein
Wissenswertes über Burg Bernstein

Lesezeit: 4 min

Über der traumhaften Landschaft des mittleren Burgenlands thront seit dem 13. Jahrhundert die Burg Bernstein – immerhin die höchstgelegene des Bundeslandes. Bei guter Sicht reicht der Blick bis in die Oststeiermark.


In ihrer langen Geschichte wurde sie wurde belagert, erobert, verkauft, vernachlässigt und niedergebrannt, doch immer wieder entstand sie neu. Heute lädt der prachtvolle Garten innerhalb der Burgmauern zum Flanieren ein und während der Führungen erfährt man so einiges über ihren berühmtesten Bewohner: László E. Almásy.


Und wer dann noch ein wenig träumen will, kann in einem der 9 geschmackvoll eingerichteten Gästezimmer sein Haupt zur Ruhe betten.


Die Güssinger


Auch wenn die ältesten Steinmauern der Burg aus dem 12. Jahrhundert stammen, waren die ersten Erwähnungen im 13. Jahrhundert, als der ungarische König Bela IV 1236 die Burg eroberte und 1279 an Ivan von Güns- Güssing als Kompensation für anderweitige Verluste übergab. Unter den Güssingern – einem mächtigen ungarischen Adelsgeschlecht – wurde die Burg

als Raubritternest gefürchtet und wenn möglich, gemieden. Um 1260 besaßen die Güssinger 25 Burgen im Gebiet.

Im Konflikt mit dem ungarischen König Ladislaus IV. – Belas Enkel – wurde Bernstein 1284 sechs Wochen lang belagert – allerdings erfolglos. Die Auseinandersetzungen gipfelten in der Güssinger Fehde zwischen dem Herzogtum Österreich und Steiermark der Habsburger – die der Ungarnkönig um Unterstützung gebeten hatte – und den Güssingern. Erst im August 1291 kam es zum Friedensschluss von Hainburg- damit war die Fehde beendet. In den folgenden Jahren wurde die Familie durch eine rigorose Machtpolitik zu einer der mächtigsten Adelssippen in Ungarn, die erst im 14. Jahrhundert niederging.

Nachdem die Güssinger entmachtet waren, fiel Bernstein 1336 an die ungarischen Könige, die es knapp 50 Jahre später an die Kanizei verpfändeten. Von 1392 bis 1445 war die Burg ihr Eigentum und wurde von ihnen ausgebaut. Um dem aufgekommenen Raubritterunwesen ein Ende zu bereiten, besetzte der spätere Kaiser Friedrich III. 1445 die Grenzburgen Bernstein, Schlaining und Rechnitz und vergab diese Burgen schließlich an Vertraute.

Die Königsberger und ein verhängnisvoller Blitzeinschlag

In der Mitte des 15. Jahrhunderts erhält die bedeutende Familie der Königsberger die Burg als Pfand – gegen die Auflage sofort mit der Instandsetzung der beschädigten Festung zu beginnen. Es entstand die heutige Renaissance Anlage mit einem Basteiengürtel. Um 1590 wurde auch der Brunnen mit einer Tiefe von über 140m gebaut.

Im Jahr 1617 entzündete ein Blitzschlag die Pulverkammer und macht weite Teile der Burg unbewohnbar.

Die Familie Batthyány und der Rittersaal

Die Königsberger verließen die Burg und verkaufte sie 1644 an die Familie Batthyány – eine der bedeutendsten Familie Österreich-Ungarns. Diese machten sich an den Wiederaufbau. In den folgenden Jahren erfolgte durch umfangreiche Arbeiten die Umgestaltung zum Schloss. Unter Ádám Batthyány entstand 1648 bis 49 einer der schönsten Räume: der Rittersaal mit seinem Freskendekor und der Stuckdecke.

In den Kriegen ab 1683 gegen die Osmanen dient die Burg der Bevölkerung als Zufluchtsort – ebenso während des Kuruzzeneinfalls im Jahr 1704. Die Karuzzen waren antihabsburgischen Aufständischen in Ungarn, die z.T. mit den Osmanen zusammen arbeiteten.

„Die Schöne Lori“

1692 hatte Ádám II. Batthyány die Gräfin Eleonore Strattmann geheiratet. Nach seinem Tod 1703 übernahm die Witwe den Oberbefehl über die Garnison und musste 1704 und 1709 die Burg während der Kuruzzenkriege verteidigen. Eleonore war einer der angesehensten Frauen bei Habsburger- Hof und eine enge Freundin von Prinz Eugen von Savoyen, dem sie während einer Intrige gegen ihn beistand.

Die Verteidigungsanlagen wurden durch technischen Fortschritt überholt und so wandelte man diese in einen naturnahen Felsengarten um, welcher der älteste seiner Art im Burgenland ist.

Die Familie Almásy

Im Jahr 1892 gelangte Burg Bernstein in den Besitz der Familie Almásy. Eduard Almásy zog mit der ganzen Familie von Török St. Miklós nach Bernstein und begann mit dem Bau der Strom- und Wasserleitungen. Der bekannteste Bewohner der Burg war wohl sein Enkel László E. Almásy, dessen Abenteuer als Vorlage für den Roman und Film „Der Englische Patient“ diente, welcher 1997 mit 9 Oscars, unter anderem „Bester Film“ prämiert wurde – auch wenn die dort beschriebene Geschichte nur entfernt mit dem Leben und Serben des echten Almásy zu tun hatte.

Im ersten Weltkrieg dient die Burg als Aufenthaltsort für russische Offiziere in Kriegsgefangenschaft. Im Gegensatz zu vielen anderen Burgen und Schlössern überstand Bernstein den 2. Weltkrieg und die schwere Zeit danach relativ unbeschadet

Die Burg befindet sich noch heute im Besitz der Familie Almásy. In den 60er Jahren wurde ein Teil der Burg zu einem komfortablen Hotel umgewandelt. Und ein Burggespenst gibt es auch: Einer Sage nach soll auf der Burg eine Weiße Frau spuken.

Wir danken der Familie Almásy für Infos und Photos. Die Bildrechte liegen dort.

Eintrittspreise
Erwachsene: 22,00€ (ohne Getränk 17,00€)
Ermäßigt: 17,00€ (ohne Getränk 14,00€)

Der ermäßigte Eintritt gilt für Kinder zwischen 6 - 18 Jahren, Rentner*innen, Student*innen, Zivildiener und Wehrdienstleistende. Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei.

Im Preis inkludiert ist ein Glas Almásy Wein nach der Führung im Festsaal sowie ein 15%-Gutschein für das Café Postkastl am Bernsteiner Hauptplatz. Zusätzlich gibt es nach der Führung die Möglichkeit unsere hauseigenen Weine zu Ab-Hof Preisen mitzunehmen.

(Stand 2022)
Öffnungszeiten
Die historischen Führungen werden vom 29. April bis 2. Oktober täglich außer Mittwoch und Donnerstag um 11:00h angeboten.

Sie dauern ca. 50 Minuten und finden vornehmlich im Freien statt, dem Wetter angepasste Kleidung wird empfohlen.

Um Anmeldung wird gebeten, da die Gruppengröße limitiert ist und bei vielen Besuchern nur jene mit Anmeldung eingelassen werden können.
(Stand 2022)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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