Schloss Gissbach

Schloss-Gissbach_Bergblick
Bergblick - Schloss Gissbach © Othmar Walde
Schloss-Gissbach_Blick-von-derStrasse
Blick von der Strasse - Schloss Gissbach © Othmar Walde
Schloss-Gissbach_Fassadendetails
Fassadendetails - Schloss Gissbach © Othmar Walde
Schloss-Gissbach_Rueckansicht
Gartenseite - Schloss Gissbach © Othmar Walde
Adresse
39031 St. Georgen
Trentino-Alto Adige
Italien

Karte
Wissenswertes über Schloss Gissbach

Lesezeit: 2 min

Schloss Gissbach liegt in der Gemeinde St. Georgen mit ca. 2.000 Einwohnern, ungefähr 1 km von der Stadt Bruneck entfernt. Die Region um St. Georgen gehört zu den ältesten Siedlungen des Pustertales, man fand Spuren vorgeschichtlicher Wallburgen. Das an der Ahr gelegene St. Georgen bildet den Eingang zum Tauferer Tal mit seinen hohen, schneebedeckten 3000er Gipfeln,

Die Ursprünge von Schloss Gissbach liegen mehr als 700 Jahre zurück. Das einstige alte Bauernanwesen wurde um 1542 von den Herren von Troyer umgebaut und das heutige Schloss im Renaissance- sowie Barockzeit- Stil errichtet.  Hinzu kommen Elemente im venezianischen Stil am zentralem Vestibyl, wie man sie sonst an an venezianischen Palästen findet.

Im 16. Jahrhundert wurde Schloss Gissbach  errichtet, im 17. und 18. Jahrhundert  umgebaut. Es hat ein steingerahmtes Rundbogenportal mit Dreiecksgiebel, einen Eckerkerturm und eine Kapelle mit Dachreiter und geschwungenem Blendgiebel.

Ehemals war das Gebäude im Besitz der  Grafen von Grembs, deren Ursprünge im Bauernstand lagen. Sie wurden kurz nach 1530 gezwungen das Anwesen zu verlassen. Die Kirche wollte sie nicht mehr im Ort dulden, da sie zu den "Wiedertäufer" - eine radikalreformatorisch-christlichen Bewegung - gehörten. In der Mitte des 16. Jahrhunderts ging das Gut an die Familie von Troyer über, spätere kaiserliche Räte und  von Kaiser Leopold I. im Jahr 1671 in den Freiherrenstand erhoben. 1814 kaufte Dr. Franz Stiffler die Ansitze Gissbach und Grembsen, 1859 kaufte Andrä Harrasser den Ansitz Gissbach und verkaufte sie weiter an Maria Wierer, die sie 1862 an ihren Sohn weitergab. Für den Ansitz bürgerte sich jetzt die Bezeichnung "Herrenhaus" ein.

Eigentümer ist seit dem Jahr 1948 die Familie Walde.

Im Untergeschoss sind noch antike Holzstuben und Wirtschaftsräume erhalten. Über ein prächtiges Stiegenhaus mit seitlich angebrachten Hellebarden erreicht man das Obergeschoss und den "Piano nobile", wo sich einst der Saal für öffentliche Zwecke befand. Die Bibliothek und die Hauskapelle mit Barockaltar und großformatigen Bildern sind teils noch erhalten.

Wir danken den Verantwortlichen von Schloss Gissbach für Texte und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Schloss Gissbach wird zur Zeit renoviert und ist voraussichtlich ab Herbst 2022 wieder zu besichtigen.
Öffnungszeiten
Schloss Gissbach wird zur Zeit renoviert und ist voraussichtlich ab Herbst 2022 wieder zu besichtigen.
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Touren-Tipps
Reisetipps

Südtirol oder auch Alto Adige, der nördlichste Teil Italiens bietet alles was das Herz begehrt: Dolomiten, mediterrane Weinberge, kulinarische Köstlichkeiten und kulturelle Highlights. Mit mehr als 300 Sonnentagen ist nicht nur das Törggelen zur Zeit der Weinlese ein Erlebnis, sondern auch der Besuch einer der fast 800 Burgen und Schlösser auf einer Fläche von 7400 km², also ungefähr der Hälfte Schleswig-Holsteins.

Vom 12. bis 14. Jahrhundert gehörte Südtirol zu Tirol, danach gelangte es durch Margarete von Tirol, auch „ Margarete Maultasch“ genannt, zu den Habsburgern. Seit Ende des 1. Weltkriegs gehört es zu Italien. Und so spricht man hier deutsch, italienisch und ladinisch.

Reisezeit

Geschützt vor den kalten Nordwinden durch die Dolomiten, findet man in der Region Meran und Bozen ein mildes, mediterranes Klima. Die Monate Mai bis Oktober mit teilweise hochsommerlichen Temperaturen im Südtiroler Unterland bieten ideale Voraussetzungen für alle Arten von Burgbesichtigungen und Wanderungen. In den Höhenlagen der Gebirge sind die Temperaturen natürlich entsprechend geringer. Der Winter in den Bergen gilt als schneesicher.

Tickets

Viele der Burgen und Schlösser sind der Hochsaison beliebte Sehenswürdigkeiten. Bestellen Sie die Karten im vorhinein und vermeiden damit Enttäuschungen.
Ausserhalb der Hochsaison empfiehlt sich, die Öffnungszeiten der Burgen und Schlösser vorher auf deren Website zu prüfen. So erspart man sich allerlei böse Überraschungen.

Reiseführer

Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir gerne die Reiseführer von Baedeker Reiseführer Südtirol: mit praktischer Karte EASY ZIP oder DuMont Reise-Taschenbuch Reiseführer Südtirol. Als Hosentaschen-Reiseführer nutzen wir gerne MARCO POLO Reiseführer Südtirol, Reisen mit Insider-Tipps. Inkl. kostenloser Touren-App und Events&News

Lesen

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte, dem empfehlen wir den Roman: „Die häßliche Herzogin“ von Lion Feuchtwanger. Ein Buch über eine der beeindruckensten Gestalten der Geschichte Südtirols, die oben genannte Margarete Maultasch von Tirol. Ihrem Leben und der Geschichte des Landes kann man sich mit dem Buch unterhaltsam nähern.
  • Die Krimireihe: Tod oder Reben: Ein Wein-Krimi aus Südtirol (Baron Emilio von Ritzfeld-Hechenstein, Band 1-4). Die Bücher erzählen mit der Figur des Baron Emilio von Ritzfeld-Hechenstein die Geschichten eines Mannes, der zwar chronisch Pleite aber mit einer genialen Beobachtungsgabe gesegnet ist. Sein Geld verdient er als Privatdetektiv. Seine Fälle sind wie Ausflüge in eine der schönsten Weinregionen Europas: Südtirol!
  • Natürlich darf ein Lesetipp über Reinhold Messner in dieser Rubrik nicht fehlen. Die Autobiographie „Mein Leben am Limit“ ist ein guter Start.

Und natürlich ist die Website des Fremdenverkehrsamtes von Südtirol (www.suedtirol.info/de) eine reiche Quelle von Inspiration und Information. Vielen Dank, Iolan und Mille Grazie dafür.