Hofburg Brixen Bressanone

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Hofburg Brixen Bressanone – Luftbild Photo: © Hofburg Brixen Bressanone
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Hofburg Brixen Bressanone – Ansicht von Süden Photo: © Hofburg Brixen Bressanone
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Hofburg Brixen Bressanone – Innenhof mit Arkaden Photo: © Hofburg Brixen Bressanone
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Hofburg Brixen Bressanone – Altar der Hofkirche Photo: © Hofburg Brixen Bressanone
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Hofburg Brixen Bressanone – Bischofstrakt Photo: © Hofburg Brixen Bressanone
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Hofburg Brixen Bressanone – Kaisertrakt Photo: © Hofburg Brixen Bressanone
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Wissenswertes über Hofburg Brixen Bressanone

Lesezeit: 5 min

Brixen ist die älteste Stadt Tirols und kann auf eine bewegte Geschichte zurückschauen. Eines der Wahrzeichen der Stadt ist der Dom zu Brixen, der schon auf das Jahr 980 zurückgeht. Als Bischofskirche verfügt der heutige Bau über eine Ausstattung mit wertvollstem Marmor und einem der bedeutendsten Barockaltäre des Landes. Zu einer Bischofskirche gehört auch eine solche Residenz.

Brixen und sein Fürstenhof
Bis zur Säkularisation im Jahre 1803 hatten die Bischöfe auch die weltliche Herrschaft inne, sodass Brixen einen Fürstenhof mit entsprechender Verwaltung besaß. Davon leitet sich der Name Hofburg ab. Obwohl der Bischofspalast ursprünglich ein mittelalterlicher Bau aus dem 13. Jahrhundert war, stammt die heutige Form aus der Zeit der Renaissance und des Barock.

Die Hofburg gehört mit ihrem Renaissanceinnenhof zu den reiz- und stimmungsvollsten Baudenkmälern Südtirols.

Fürstbischof Bruno von Kirchberg baute eine neue Burg
Bereits seit der Mitte des 13. Jahrhunderts diente die Hofburg als bischöfliche Residenz des Bistums Brixen. Das Fürstbistum besaß zahlreiche Güter im nahen Pustertal. Um diese vor Überfällen und Räubereien zu schützen, ließ Fürstbischof Bruno von Kirchberg im Jahr 1250 Schloss Bruneck erbauen. Doch auch in Brixen war er nicht untätig, nach jahrelangen Fehden konnte er sich gegen die Ministerialen Familie der Voitsberger durchsetzen und ließ in der ummauerten Stadt Brixen eine neue Burg errichten, die 1265 bezugsfertig war. Von dieser Hofburg existieren allerdings keine Abbildungen, Urkunden aus dem Jahr 1578 berichten von 52 Räumen. Kurzzeitig wurde sie im Jahre 1525 der Regierungssitz der Tiroler Bauernrepublik, die von Michael Gaismair, dem Sekretär des Fürstbischofs, angeführt wurde.

Die Burg wird Residenz
Im Jahr 1595 begann Fürstbischof und Kardinal Andrea d'Austria, Fürstbischof von Brixen, mit dem groß angelegten Umbau der Burg zu einer prächtigen Residenz. Das Projekt wurde dem Hofarchitekten Alberto Lucchese anvertraut, der einen Entwurf im Stil der italienischen Spätrenaissance entwarf. Er war der Sohn des Tiroler Landesfürsten Ferdinand II. Nach dem Tod des Kardinals setzte sein Nachfolger Christoph Andreas von Spaur die Restaurierung der Anlage fort, ohne jedoch den Plänen seines Vorgängers zu folgen. Darüber hinaus nahm Fürstbischof Kaspar Ignaz von Künigl zu Ehrenburg 1710 barocke Ergänzungen und Umbauten vor.

Edles für den Besuch der Kaiser und Fürsten
Schon im Mittelalter kamen deutsche Kaiser nach Italien und wurden von den Bischöfen von Brixen- die auch Reichsfürsten waren- bewirtet. Schon im ehemaligen Palast, in der Südwestecke, gab es Räume, die ausschließlich für den Kaiser und sein Gefolge reserviert waren. Am Anfang des 18. Jahrhunderts veranlasste Fürstbischof von Künigl einen großen Umbau im zweiten Stock des Westflügels des Bischofsschlosses, um geeignete Räume für die Besuche des Kaisers zu schaffen. Die kaiserliche Wohnung besteht aus einem Empfangsraum, einem kleinen Vorzimmer, einem Esszimmer, einem Wohnzimmer und einem chinesischen Salon. Diese Räume sind mit großformatigen Deckenfresken, Stuck und feinen venezianischen Seidentapeten dekoriert. Zwei kleine Räume im kaiserlichen Trakt zeigen kostbares Tafelsilber der Habsburger und eine reiche Sammlung kaiserlichen Porzellans vom Wiener Hof, das eigens für die Ankunft Maria Theresias von Österreich 1765 erworben wurde.

44 Terrakottastatuen von Mitgliedern der Familie Habsburg
Der Graben, der entlang des Schlosses verläuft, ist an der Süd- und Ostseite noch immer mit Wasser gefüllt. Der Eingang zum Bischofspalast befindet sich auf der Ostseite - früher führte er über eine Zugbrücke, heute führt eine gemauerte Brücke über den Wassergraben in den stimmungsvollen Renaissance- Innenhof. Der Komplex ist auf diesen großen Hof zentriert, der von vier Flügeln mit drei Stockwerken geschlossen wird. Der südliche und nördliche Flügel hat eine dreifache Loggia, während die Ost- und Westfassade barock ist. Zwischen den Bögen der zweiten Ebene der Arkaden standen 44 Terrakottastatuen von Mitgliedern der Familie Habsburg, die zum Stammbaum des Kardinals Andrea d'Austria gehörten. Heute findet man hier nur noch 24 Statuen.

Die Hofkirche
Gegenüber dem Haupteingang befindet sich die Hofkirche. Die mit schönen Fresken, reichem Stuckdekor und einem Hochaltar aus Marmor geschmückte Hofkirche erstreckt sich über zwei Etagen und ist durch die darin integrierte Galerie mit dem Museumsrundgang im ersten Stock verbunden. Im Ostflügel wurde 1606 die Hofkanzlei erbaut. Die dortigen Tische und Stühle haben unterschiedliche Formen, um die hierarchische Ordnung der einzelnen Mitglieder anzuzeigen. Im Vorraum findet man einen Bildfries mit den Wappen der Ratsmitglieder von 1543 bis 1791.

Der Brixner Domschatzes
Das Brixner Diözesanmuseum zeigt Teile des Brixner Domschatzes, darunter die Kasel mit dem Adlermotiv aus dem 10. Jahrhundert und das Gewand des seligen Bischofs Hartmann aus dem 12. Jahrhundert, sowie Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Moderne. Und die Krippensammlung, darunter eine "Jahreskrippe" mit rund 5.000 Figuren, ist nicht nur zur Weihnachtszeit einen Besuch wert.

Seit der Verlegung des Bischofsitzes nach Bozen (1973) beherbergt der repräsentative Bau das Diözesanmuseum, das Krippenmuseum und das Diözesanarchiv.

Das Museum präsentiert in über 70 Ausstellungssälen den Brixner Domschatz und wertvolle Kunstwerke aus dem Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Außerdem hat die Hofburg eine Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie die reich ausgestattete Hofkirche, die Hofratskanzlei sowie den Kaiser- und Bischofstrakt. Regelmäßig stattfindende Sonderausstellungen runden das vielfältige Angebot ab.

Wir danken den Verantwortlichen der Hofburg Brixen Bressanone für Texte und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Eintrittspreise im Sommer // Winter
Erwachsene: 10,00€ // 8,00€
Senioren ab 65 J.: 8,00€
Kinder ab 13 J.: 4,00€ // 3,00€
Kinder bis 12 J.: frei

Familienkarte (2 Erw.+Kinder): 24,00€ // 19,00€
Familienkarte (1 Erw.+Kinder): 14,00€ // 11,00€

BrixenCard, MuseumobilCard, MuseumCard: frei
Alle Gästekarten mit integriertem Museumobil (z. B. Almencard Plus, KlausenCard): frei

Führungen nach Vormerkung
Für Gruppen ab 10 Personen: 10 € pro Person (Eintritt und Führung)
Mit BrixenCard, MuseumobilCard, MuseumCard: 4 € pro Person (Eintritt und Führung)
Mit allen Gästekarten mit integriertem Museumobil (z. B. Almencard Plus, KlausenCard): 4 € pro Person (Eintritt und Führung)

(Stand 2021)
Öffnungszeiten
13. März bis 31. Mai 2021
täglich 10 bis 17 Uhr
1. Juni bis 30. September 2021
täglich 10:00h bis 18:30h

1. Oktober bis 7. November 2021
täglich 10:00h bis 17:00h

27. November 2021 bis 9. Januar 2022
täglich 10:00h bis 17:00h

24./25. Dezember geschlossen
(Stand 2021)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Touren-Tipps
Reisetipps

Südtirol oder auch Alto Adige, der nördlichste Teil Italiens bietet alles was das Herz begehrt: Dolomiten, mediterrane Weinberge, kulinarische Köstlichkeiten und kulturelle Highlights. Mit mehr als 300 Sonnentagen ist nicht nur das Törggelen zur Zeit der Weinlese ein Erlebnis, sondern auch der Besuch einer der fast 800 Burgen und Schlösser auf einer Fläche von 7400 km², also ungefähr der Hälfte Schleswig-Holsteins.

Vom 12. bis 14. Jahrhundert gehörte Südtirol zu Tirol, danach gelangte es durch Margarete von Tirol, auch „ Margarete Maultasch“ genannt, zu den Habsburgern. Seit Ende des 1. Weltkriegs gehört es zu Italien. Und so spricht man hier deutsch, italienisch und ladinisch.

Reisezeit

Geschützt vor den kalten Nordwinden durch die Dolomiten, findet man in der Region Meran und Bozen ein mildes, mediterranes Klima. Die Monate Mai bis Oktober mit teilweise hochsommerlichen Temperaturen im Südtiroler Unterland bieten ideale Voraussetzungen für alle Arten von Burgbesichtigungen und Wanderungen. In den Höhenlagen der Gebirge sind die Temperaturen natürlich entsprechend geringer. Der Winter in den Bergen gilt als schneesicher.

Tickets

Viele der Burgen und Schlösser sind der Hochsaison beliebte Sehenswürdigkeiten. Bestellen Sie die Karten im vorhinein und vermeiden damit Enttäuschungen. Ausserhalb der Hochsaison empfiehlt sich, die Öffnungszeiten der Burgen und Schlösser vorher auf deren Website zu prüfen. So erspart man sich allerlei böse Überraschungen.

Reiseführer

Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir gerne die Reiseführer von Baedeker Reiseführer Südtirol: mit praktischer Karte EASY ZIP oder DuMont Reise-Taschenbuch Reiseführer Südtirol. Als Hosentaschen-Reiseführer nutzen wir gerne MARCO POLO Reiseführer Südtirol, Reisen mit Insider-Tipps. Inkl. kostenloser Touren-App und Events&News

Lesen

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte, dem empfehlen wir den Roman: "Die häßliche Herzogin" von Lion Feuchtwanger. Ein Buch über eine der beeindruckensten Gestalten der Geschichte Südtirols, die oben genannte Margarete Maultasch von Tirol. Ihrem Leben und der Geschichte des Landes kann man sich mit dem Buch unterhaltsam nähern.
  • Die Krimireihe: Tod oder Reben: Ein Wein-Krimi aus Südtirol (Baron Emilio von Ritzfeld-Hechenstein, Band 1-4). Die Bücher erzählen mit der Figur des Baron Emilio von Ritzfeld-Hechenstein die Geschichten eines Mannes, der zwar chronisch Pleite aber mit einer genialen Beobachtungsgabe gesegnet ist. Sein Geld verdient er als Privatdetektiv. Seine Fälle sind wie Ausflüge in eine der schönsten Weinregionen Europas: Südtirol!
  • Natürlich darf ein Lesetipp über Reinhold Messner in dieser Rubrik nicht fehlen. Die Autobiographie "Mein Leben am Limit" ist ein guter Start.

Und natürlich ist die Website des Fremdenverkehrsamtes von Südtirol (www.suedtirol.info/de) eine reiche Quelle von Inspiration und Information. Vielen Dank, Iolan und Mille Grazie dafür.

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