Château du Spesbourg

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Château du Spesbourg Winter_800
Château du Spesbourg im Winter © Château du Spesbourg
Château du Spesbourg Donjon_800
Der Donjon von Château du Spesbourg © Château du Spesbourg
Château du Spesbourg Mauern_800
Die wehrhaften Mauern von Château du Spesbourg © Château du Spesbourg
Château du Spesbourg Fenster_800
Die gotischen Fenster von Château du Spesbourg © Château du Spesbourg
Château du Spesbourg bei Nacht_800
Der Innenhof bei Nacht von Château du Spesbourg © Château du Spesbourg
Château du Spesbourg Pstkarte_800
Château du Spesbourg auf einer alten Postkarte © Château du Spesbourg
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Château du Spesbourg über dem Tal von Andlau © Château du Spesbourg
Wissenswertes über Château du Spesbourg

Lesezeit: 5 min

Die Spesbourg liegt auf 451 m Höhe und überragt das Tal von Andlau, einer kleinen Gemeinde am Fuß der Vogesen. Berühmt wurde Andlau durch die gleichnamige Abtei. Diese wurde 880 von der Kaiserin Richardis gegründet, ihr Grab wurde zur Wallfahrtsstätte. Die Kaiserin war von ihrem Gatten Kaiser Karl III. aufgrund einer Hofintrige verstoßen worden und wurde später heiliggesprochen.


Das Gebäude wurde aus vor Ort abgebautem Granit errichtet, der dem Graben im Osten seine Form verlieh. Wenn man vom Hungerplatz kommt, kann man die wehrhafte Silhouette der Spesbourg mit ihrem 24 m hohen Bergfried, der einen Teil seiner Zinnen bewahrt hat, gut erkennen.


Die Architektur

An den Bergfried schließt sich eine Schildmauer an, die die Verteidigungsanlage verlängert. Auf der Südseite sind die zahlreichen Fenster zu sehen, von denen einige noch mit Sandstein verkleidet sind. Der allgemeine Steinverband mit Buckelquadern ist sehr gepflegt. Beim Betreten des Innenhofs fällt der Kontrast zwischen dem gut erhaltenen

Wohnhaus und den wenigen Überresten der unteren Mauern auf.

Am Ende des Zugangswegs erkennt man links die Basis eines alten Tors und rechts einen Mauerausbruch: Es handelte sich um das zweite Tor des Schlosses. Anschließend ging man durch die Mauer und gelangte durch ein viertes Tor, dessen rechter Fuß noch sichtbar ist und den Beginn einer kürzlich rekonstruierten Treppe markiert, in das Wohnhaus. Ein relativ großes Gebäude befand sich auf dem Hof senkrecht über dem Eingang des Wohnhauses.

Die Umzäunung umfasste zwei Türme, von denen einer den Eingang dominierte und der andere auf das Tal blickte (heutiger Aussichtspunkt auf Andlau).

Das Logis ist in zwei Teile gegliedert, die durch eine Zwischenwand getrennt sind, die seltsamerweise nicht mit den Außenmauern verbunden ist. Im Westen befinden sich die Gemeinschaftsräume: Vorratskammer, Küche, Latrinen, Unterkünfte für die Bediensteten…

Im Osten befindet sich das herrschaftliche Wohnhaus, das im 1. Stockwerk mit großen Öffnungen und einem wunderschönen, geschwungenen Kamin ausgestattet ist. Im hinteren Teil des Raumes zeigt die Schildmauer ebenfalls einen großen Kamin. An ihrer Basis zeugt ein Abriss wahrscheinlich von dem ehemaligen Verlauf der Trennmauer.

Zeugen der späten Besiedlung sind die halbhohen Fenster in der Süd- und Westfassade (Ziegelgewölbe, rechteckige Fenster, rote, bemalte Felder unter den Gewölben der Nischen im ersten Stock).

Die Geschichte der Burg

Obwohl die erste formelle Erwähnung der Burg erst 1322 erfolgte, als Heinrich von Stahleck-Dicka als Herr der Spesburg eingesetzt wurde, datieren die meisten Historiker den Bau der Burg um 1250. Der Zweck der Burg war der Schutz der unterhalb gelegenen Abtei von Andlau.

Die Familie von Dicka stammte ursprünglich nicht aus dem Elsass. Seit dem 12. Jahrhundert stellte sie Würdenträger für die Kathedralkirchen im oberen und mittleren Rheintal. Heinrich von Stahleck-Dicka war zunächst Domherr in Mainz, bevor er diese Würde 1238 in Straßburg erlangte. Mit der Übernahme des Bischofssitzes verlängerte sich die Liste der Privilegien für die Familie beträchtlich, und es wurden Bündnisse mit den Landsbergs, den Windsteins, den Grafen von Werde usw. geschlossen.

Im Jahr 1386 starb Walter de Dicka in der Schlacht von Sempach und die Herren von Andlau erbten die Burg. Sie behielten die Burg bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts, als die Bürger von Barr die Burg angriffen und in Brand setzten.

Nach der Revolution kamen die Einwohner der Umgebung, um der Ruine ihre schönen Steine zu entreißen, was bis 1830 dauerte. Zu diesem Zeitpunkt verkauften die Grafen von Andlau, die wieder in den Besitz ihres Besitzes gelangt waren, die Ruine an Baron Hallez, einen ehemaligen Offizier Napoleons, der sich nach Andlau zurückgezogen hatte. Um 1890 verkaufte die Witwe Hallez-Claparède die Ruine an Dr. Alexis Stoltz, der sie der Stadt Andlau vermachte, die seit 1904 Eigentümerin der Ruine war.

Im Jahr 1964 wurden Ausgrabungen durchgeführt und die Burg wurde 1968 zum historischen Denkmal erklärt.

Association

1985 wird der Verein zur Restaurierung der Spesbourg gegründet: Die Burg verfällt schnell, mehrere Risse drohen und die Vegetation wuchert auf den Mauern, was zu besorgniserregenden Einstürzen führt. Von 1986 bis 2001 folgten die Bauabschnitte unter der Bauherrschaft der Stadt Andlau, um das Logis und dann den Bergfried zu konsolidieren.

Die Restaurierung der Mauern ist jedoch nicht das einzige Ziel des Vereins, der dieses Kulturerbe der breiten Öffentlichkeit und insbesondere den Schulklassen näherbringen möchte. So werden seit 1986 Aufführungen organisiert, um die Burg bekannt zu machen und zu beleben.

Schüler vom Kindergarten bis zum Collège werden im Juni für ihren Jahresendausflug empfangen. Und im Dezember findet traditionell eine Nachtwanderung statt, bei der man die beleuchtete Ruine mit einer Suppe oder einem Glas Glühwein in der Hand sehen kann: Dies ist nur ein Beispiel für die Geselligkeit, die vom Verein gepflegt wird. Es wurden auch mehrere mittelalterliche Feste veranstaltet, die die Burg wieder zum Leben erweckten.

Seit 2012 führen der Verein und die Stadt Andlau wieder Bauarbeiten durch, die sich auf drei Schwerpunkte konzentrieren: Instandsetzung der Zugänge, Sicherung des Geländes und Hervorhebung der Überreste der Ringmauer, um die Verteidigungsanlage der Burg, die sich heute auf das Wohnhaus zu beschränken scheint, besser verständlich zu machen. Die Arbeiten werden sich über mehrere Jahre erstrecken und zunächst von Unternehmen für die vorrangigen Arbeiten durchgeführt werden, später dann durch Eingliederungsmaßnahmen und mit Freiwilligen.

Die Burg digital

Derzeit läuft ein Projekt zur dreidimensionalen historischen Rekonstruktion, sodass man die Burg virtuell wie im Mittelalter besichtigen kann. Es handelt sich um „BURGINZEPOCKET“.

Wir danken der L’Association pour la Restauration du Château du Spesbourg für Infos und Photos. Die Bildrechte liegen dort.

Eintrittspreise
kostenlos
Öffnungszeiten
Ganzjährig:
09:00h bis 18:00h
(Stand 2022)

Der Parkplatz befindet sich am Gasthof "Forsthaus Hungerplatz". Der gut ausgeschilderte Spaziergang dauert ca. 10 Minuten.

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Reisetipps

Allgemeine Tipps Für Schlösser- und Burgentouren empfehlen wir das niederschlagsarme Frühjahr und den milden Herbst. Im Süden (z.B. im Katharerland) sollten Sie Touren gut vorbereiten (genug Wasser / Sonnenschutz LF 50) und nicht alleine gehen - die Orte sind zum Teil sehr abgelegen. WICHTIG: Checken Sie vor dem Besuch - gerade bei kleineren Schlössern - die Öffnungszeiten auf deren Website.

Tickets Viele französische Kulturdenkmäler gehören zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Europas. Bestellen Sie - sofern möglich - die Karten vorab. Gerade bei vielen Schlössern im Loire-Gebiet oder Orten wie der Abtei Mont Saint Michel haben Sie teils SEHR lange Wartezeiten.

Reiseführer Wir verwenden gerne den Baedeker Reiseführer Frankreich oder Lonely Planet Reiseführer Frankreich (Lonely Planet Reiseführer Deutsch). Als Hosentaschen-Reiseführer nutzen wir außerdem den MARCO POLO Reiseführer Frankreich: Reisen mit Insider-Tipps.

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