Bayern
Deutschland
Lesezeit: 13 min
- Baujahr: 1680 bis 1682, erweitert 1753
- Stil: Barock und Rokoko
- Highlight: Einer der bedeutendsten Rokokogärten Europas mit 300 Sandsteinskulpturen und stündlichem Wasserspiel
- In einem Satz: Die fürstbischöfliche Sommerfrische am Main verbindet kunstvolle Architektur mit einem der letzten original erhaltenen Rokokogärten Deutschlands.
Nur acht Kilometer mainabwärts von Würzburg liegt ein Juwel der Gartenkunst, das Besucher in die Zeit üppiger fürstbischöflicher Sommerfrischen zurückversetzt. Das Schloss erhebt sich inmitten einer 12,5 Hektar großen Parkanlage, die zu den wenigen Rokokogärten zählt, die der späteren Mode des englischen Landschaftsparks entgingen.
Geographische Lage
Schloss Veitshöchheim thront auf einer sanften Anhöhe direkt am Main, zwischen dem Fluss und den fränkischen Weinbergen. Von der Terrasse aus fällt der Blick auf den glitzernden Strom, während sich im Westen die Rebhänge bis zur Festung Marienberg erstrecken. Die Lage war Kalkül, denn der Main ermöglichte den Fürstbischöfen die bequeme Anreise mit dem Schiff aus Würzburg.
Der Ort Veitshöchheim selbst liegt verkehrsgünstig an der Bahnstrecke zwischen Würzburg und Aschaffenburg. Ein außergewöhnliches Empfangsgebäude aus dem Jahr 1855, das heute die Gemeindebibliothek beherbergt, zeugt von der Zeit, als das Schloss ein beliebtes Ausflugsziel der Würzburger Bürger wurde. Die direkte Achse zwischen Bahnhof und Schloss war bewusst angelegt, um standesgemäße Empfänge zu ermöglichen.
Geschichte
Von der Jagdstation zur fürstbischöflichen Sommerresidenz
Bereits im 16. Jahrhundert existierten in Veitshöchheim zwei Schlösschen mit einem Gehege für Fasanen und Rotwild. 1681 kaufte Fürstbischof Peter Philipp von Dernbach Grundstücke an, um den fürstlichen Tiergarten zu erweitern. In den Jahren 1680 bis 1682 entstand der Kern des heutigen Schlosses. Eine Arkadenhalle mit fünf Bögen im Erdgeschoss diente als Schutz nach der Jagd, diese Halle ist bis heute erhalten.
1702 verwandelte Johann Philipp von Greiffenclau die Fasanerie in einen Lustgarten und baute das dernbachsche Schlösschen zum Sommerhaus um. Er schuf ein Parterre und ließ die Fläche nach Süden zu einem Baum- oder Boskettgarten mit dem großen See umgestalten. Fast 50 Jahre später, 1748, waren die alten Wasserschlösschen so heruntergekommen, dass sie niedergelegt und durch einen Kavalierbau ersetzt wurden.
Balthasar Neumann und die Blütezeit des Rokoko
1753 gab Balthasar Neumann, der Architekt der Würzburger Residenz, dem Schloss sein heutiges Gesicht. Er fügte seitliche Pavillons an, überwölbte das Ensemble mit dem charakteristischen geschwungenen Dach und baute im Inneren eine repräsentative Treppe ein. Die vier Erkerrisalite des älteren Gebäudes blieben dabei erhalten. Aus dieser Epoche stammen auch die prachtvollen Deckenstuckaturen von Antonio Bossi.
Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim ließ ab 1763 den Garten grundlegend neugestalten. Er beauftragte den königlich polnischen Hofgärtner Johann Prokop Mayer mit einem Umbau im neuesten französischen Rokokostil. Die Gartenplastiker Johann Wolfgang van der Auvera, Ferdinand Tietz und Johann Peter Wagner schufen über 300 Sandsteinskulpturen, die mythologische Szenen und allegorische Figuren zeigen. Der große See erhielt monumentale Wasserspiele, die bis heute zur vollen Stunde in Betrieb gehen.
Vom Großherzog zum Bayerischen Staat
Mit der Aufhebung des Großherzogtums Würzburg 1814 kam das Schloss an die bayerischen Könige. Entgegen verbreiteter Annahmen nutzten diese die Anlage nur selten selbst. Dafür wurde das Schloss zum Ausflugsziel der Würzburger Bevölkerung, die per Bahn anreiste. Im 19. Jahrhundert drohte dem Park die Zerstörung. Beim Bau der Ludwigs-West-Bahn hatten Ingenieure die zentrale Allee des Parks als optimale Trassenführung ausgemacht. König Ludwig I. verhinderte dies durch ein Veto und ordnete eine Streckenführung um den Hofgarten herum an.
Tourismus in Schloss Veitshöchheim
Seit 1932 öffnete der Freistaat Bayern das Schloss als Museum für Besucher. Die historischen Räume im Obergeschoss wurden erstmals als Schauräume ausgestattet. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, bei denen 1945 der Mittelbau durch Fliegerbomben beschädigt wurde, erfolgte 1954 die Wiedereröffnung nach einer Restaurierung.
Von 2001 bis 2005 durchlief das Schloss eine aufwändige Restaurierung, bei der die Räume ihren heutigen Glanz zurückerhielten. Das Schloss kann von April bis Oktober besichtigt werden. Die Bayerische Schlösserverwaltung führt während der Öffnungszeiten stündliche Führungen durch, bei denen Besucher die fürstbischöflichen Wohnräume und die Toskanazimmer erleben können.
Die Räume
Das Vestibül führt zu Balthasar Neumanns repräsentativer Treppe, die in das Obergeschoss mit den Wohnräumen geleitet. Diese dienten weniger der Repräsentation als der privaten Entspannung der Fürstbischöfe während ihrer Sommeraufenthalte.
Die fürstbischöflichen Appartements
Im Südflügel reihen sich die Räume der Fürstbischöfe aneinander. Die Stuckaturen von Antonio Bossi aus den 1750er Jahren gehören zu den feinsten Arbeiten des fränkischen Rokoko. Bossi, der auch in der Würzburger Residenz tätig war, schuf hier verspielte Ornamente, die sich harmonisch in die Raumarchitektur einfügen. Die Decken zeigen zarte Rocaillen, Blütengirlanden und mythologische Szenen in einem hellen, luftigen Stil.
Die Toskanazimmer
Nach 1806 nutzte Großherzog Ferdinand III. von Toskana das Schloss als Sommersitz. Er ließ die Gästezimmer im Nordflügel im Stil des höfischen Biedermeier ausstatten. Besonders bemerkenswert sind die farbenfrohen Papiertapeten, die zu den seltenen erhaltenen Exemplaren dieser Epoche zählen. Die Tapeten zeigen Landschaftsmotive, Blumenmuster und chinesische Szenen in leuchtenden Farben.
Die Gartenausstellung
Im Erdgeschoss informiert eine Dauerausstellung über die Geschichte des Hofgartens. Der Titel der Ausstellung zitiert einen zeitgenössischen Bericht: „Es kommen immer Leit aus Würzburg und Frembde hierher …“ Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Gartenanlage von der Fasanerie zum Rokokogarten. Ein detailliertes Modell des Hofgartens veranschaulicht den Zustand Ende des 18. Jahrhunderts. Für Kinder bietet die Ausstellung einen besonderen Audioguide in Form eines Hörspiels mit Marionetten.
Der Rokokogarten
Der 12,5 Hektar große Hofgarten gilt als einer der bedeutendsten Rokokogärten Deutschlands. Die Anlage vermittelt eine anschauliche Vorstellung von der europäischen Gartenbaukunst im 18. Jahrhundert. Anders als die meisten Barockgärten, die im 19. Jahrhundert zu englischen Landschaftsparks umgestaltet wurden, blieb der Veitshöchheimer Hofgarten weitgehend im Original erhalten.
Von Hecken umgebene Pfade führen durch die verschiedenen Gartenbereiche. Der große See bildet das Zentrum der Anlage. Zur vollen Stunde von 13:00h bis 17:00h finden hier von April bis Oktober Wasserspiele statt, bei denen Fontänen bis zu zehn Meter hoch steigen. Am Ufer des Sees steht der Parnass, ein künstlicher Felsenberg mit der Figur des Pegasus. Diese Skulpturengruppe von Ferdinand Tietz symbolisiert den Sitz der Musen.
Die über 300 Sandsteinskulpturen des Gartens erzählen mythologische Geschichten. Sie zeigen Götter, Göttinnen, Nymphen, Satyrn und allegorische Figuren in lebendigen Szenen. Die Originalskulpturen aus dem Rokokogarten sind heute im Museum für Franken auf der Festung Marienberg zu sehen. Im Garten stehen wetterbeständige Kopien.
Heckensäle, Lauben, Pavillons und Rondells gliedern den Garten in verschiedene Räume. Die Grottenanlage und künstliche Ruinen setzen romantische Akzente. Der historische Küchengarten, den die Bayerische Schlösserverwaltung ab 1990 wiederhergestellt hat, dient als lebendiges Archiv vergessener Obst- und Gemüsesorten. Alte Gemüse- und Salatsorten, Gewürze und Heilkräuter wachsen hier nach historischen Vorbildern.
Neues im Jahr 2026
Am 11. und 12. Juli 2026 soll die zweite Auflage von „Veitshöchheim macht Musik & Appetit“ stattfinden. Das gesamte Gemeindegebiet verwandelt sich in eine offene Bühne für Musik und Genuss. An verschiedenen Spielorten treten Musikgruppen unterschiedlicher Stilrichtungen bei freiem Eintritt auf. Örtliche Gastronomiebetriebe ergänzen die musikalischen Darbietungen mit kulinarischen Angeboten. Die Veranstaltung verbindet Klassik, Jazz, Folk, Pop und Rock mit fränkischer Gastlichkeit.
Die Fastnacht in Franken findet am 6. Februar 2026 als Live-Sendung im Bayerischen Rundfunk statt. Die Prunksitzung wird in den Mainfrankensälen aufgezeichnet, die für diese Fernsehsendung in ein barockes Schloss verwandelt werden. Während der heißen Phase in der Probenwoche sind alle Hotels in Veitshöchheim ausgebucht, und Schaulustige tummeln sich um die Mainfrankensäle.
Von Mai bis Oktober bietet die Touristik-Information Veitshöchheim jeden Samstag um 11:00h Führungen durch den Hofgarten unter dem Motto „Sommerfreuden des Fürstbischofs“ an. Die einstündigen Rundgänge erschließen die verschiedenen Gartenbereiche und erläutern die kunsthistorische Bedeutung der Anlage.
Hochzeiten auf Schloss Veitshöchheim
Das Vestibül des Schlosses dient als Trauzimmer für standesamtliche Trauungen. Bis zu 30 Personen können an der Zeremonie teilnehmen. Die Anmeldung für standesamtliche Trauungen erfolgt über die Gemeinde Veitshöchheim. Das historische Ambiente des Schlosses und die Möglichkeit, anschließend im Rokokogarten zu fotografieren, machen Veitshöchheim zu einer beliebten Hochzeitslocation. Die katholische Pfarrkirche St. Vitus liegt nur wenige Gehminuten vom Schloss entfernt und ermöglicht kirchliche Trauungen in unmittelbarer Nähe.
Der Rokokogarten bietet eine märchenhafte Kulisse für Hochzeitsfotos. Besonders die Alleen, der Karpfenteich mit Wasserspielen, die Baumgärten und Pavillons werden von Brautpaaren geschätzt. Die idyllische Lage am Main und der Blick auf die Weinberge ergänzen das romantische Ambiente.
Anreise und Besucherinformationen
Mit dem Auto erreichen Sie Schloss Veitshöchheim über die A3, Ausfahrt 67-Helmstadt. Von dort folgen Sie der B468 und der B8 in Richtung Veitshöchheim. Parkplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe des Schlosses.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren Sie von Würzburg Hauptbahnhof mit dem Regionalzug in sieben Minuten nach Veitshöchheim. Vom Bahnhof Veitshöchheim erreichen Sie das Schloss in zehn Minuten zu Fuß.
Für den Besuch des Hofgartens steht ein kostenpflichtiger Audioguide zur Verfügung, der auch als App für iPhone und Android erhältlich ist. Die App führt durch die verschiedenen Gartenbereiche und liefert Informationen zu den Skulpturen und der Gartenarchitektur.
Ein Souvenirshop im Schlossbereich bietet Publikationen zur Geschichte des Schlosses und des Gartens sowie Reproduktionen der Gartenskulpturen. Die Mainfrankensäle am südlichen Ende der Mainlände verfügen über eine Weinstube und ein Restaurant mit Sonnenterrasse, die fränkische Spezialitäten servieren.
Weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Schloss Veitshöchheim
Würzburg
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Residenz Würzburg
Die Würzburger Residenz, nur sieben Kilometer südlich von Veitshöchheim, zählt seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der spätbarocke Riesenbau entstand zwischen 1720 und 1744 nach Plänen von Balthasar Neumann. Das Treppenhaus mit dem Deckenfresko von Giovanni Battista Tiepolo gilt als eines der größten zusammenhängenden Fresken der Welt. Der Kaisersaal, die Hofkirche und der Hofgarten gehören zu den Höhepunkten der Besichtigung. Die Residenz diente als Drehort für die Neuverfilmung von „Die drei Musketiere“ (2011) mit Orlando Bloom.
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Festung Marienberg
Die Festung thront 100 Meter über dem Main auf einer Bergzunge. Bereits um 1000 vor Christus gab es an dieser Stelle eine keltische Fliehburg. Die 706 geweihte Marienkirche bildet den Kern der späteren Burganlage und ist der früheste Sakralbau östlich des Rheins. Von 1253 bis 1719 residierte die Würzburger Fürstbischöfe auf der Festung, bevor sie in die neu erbaute Residenz umzogen.
Das Museum für Franken zeigt die weltberühmte Sammlung von Werken Tilman Riemenschneiders. Der Fürstengarten bietet einen grandiosen Blick über Würzburg und das Maintal.
Stand 01/2026 sind die Kernburg und der Innere Burghof wegen Renovierungsarbeiten nicht zugänglich)
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Dom St. Kilian
Der Würzburger Dom zählt zu den größten romanischen Kirchen Deutschlands. Die dreischiffige Basilika wurde 1040 bis 1225 erbaut. Im Inneren treffen romanische Strenge, barocker Glanz und moderne Kunst aufeinander. Besonders beeindruckend sind die Grabdenkmäler der Würzburger Fürstbischöfe, darunter die Werke Tilman Riemenschneiders. Die Schönborn-Kapelle von Balthasar Neumann gilt als Meisterwerk des fränkischen Rokoko.
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Alte Mainbrücke
Die steinerne Mainbrücke aus dem 15. und 16. Jahrhundert verbindet die Altstadt mit dem Stadtteil Zellerau. Zwölf barocke Heiligenfiguren aus dem 18. Jahrhundert säumen das Bauwerk. Im Sommer ist die Brücke Treffpunkt für Einheimische und Touristen, die hier bei einem Glas Frankenwein den Sonnenuntergang genießen. Der Blick reicht von der Festung Marienberg über die Altstadt bis zur Käppele-Wallfahrtskirche.
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Jüdisches Kulturmuseum Veitshöchheim
Das 2019 neu gestaltete Museum dokumentiert die Kultur und Geschichte der Juden in Veitshöchheim und Franken. Das Herzstück bildet die barocke Synagoge, die zu den ältesten erhaltenen Synagogen in Süddeutschland zählt. Die Ausstellung zeigt religiöse Kultgegenstände, historische Dokumente und Fotografien. Ein Gedenkraum erinnert an die jüdischen Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung.
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Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau
Die Versuchs- und Schaugärten der Landesanstalt in Veitshöchheim sind für Fachleute und Hobbygärtner gleichermaßen zugänglich. Die Anlage zeigt verschiedene Gartenstile, Staudenpflanzungen, Rosengärten und Versuchsflächen für neue Rebsorten. Die angewandte Forschung für bayerische Winzer, Gärtner und Imker lässt sich hier in der Praxis erleben.
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Käppele (Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung)
Die Wallfahrtskirche auf dem Nikolausberg über Würzburg wurde nach Entwürfen von Balthasar Neumann Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet. Der Stationsweg mit 14 Kapellen führt vom Stadtteil Heidingsfeld hinauf zur Kirche. Die Rokokokirche besticht durch ihre harmonischen Proportionen und die reiche Innenausstattung. Von der Terrasse bietet sich ein Panoramablick über Würzburg.
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Museum im Kulturspeicher
Das Museum am Würzburger Mainufer zeigt in einem historischen Speichergebäude von 1904 zwei bedeutende Sammlungen. Die Städtische Sammlung präsentiert Kunst vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt auf süddeutschen Künstlern. Die Sammlung Peter C. Ruppert umfasst Konkrete Kunst in Europa nach 1945 aus 23 Ländern. Wechselnde Sonderausstellungen ergänzen das Programm.
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Marienkapelle Würzburg
Die gotische Marienkapelle am Marktplatz wurde 1377 bis 1479 erbaut. Die Kirche steht an der Stelle der ehemaligen Synagoge, die 1349 beim Pogrom zerstört wurde. An den Portalen befinden sich Kopien der berühmten Figuren Adam und Eva von Tilman Riemenschneider. Die Originale sind im Museum für Franken zu sehen. Das Innere beeindruckt durch seine lichte Gotik und die wertvollen Kunstschätze.
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Weinberge und Weinwanderwege
Die fränkischen Weinberge rund um Würzburg und Veitshöchheim laden zu Wanderungen durch die Rebhänge ein. Der Würzburger Stein, eine der berühmtesten Weinlagen Frankens, liegt direkt gegenüber von Veitshöchheim am anderen Mainufer. Mehrere Weinwanderwege erschließen die Weinberge und bieten Informationen zum fränkischen Weinbau. Im Herbst zur Weinlese herrscht hier besondere Stimmung.
Wussten Sie schon?
Der Bahnhof Veitshöchheim ist einer der repräsentativsten Bahnhofsbauten an der Ludwig-West-Bahn. Der 1855 errichtete Bau sollte königliche Gäste würdig empfangen, die per Bahn zur fürstbischöflichen Sommerresidenz anreisten. Der Bahnhof verfügt über einen eigenen Königspavillon, der durch einen Wandelgang mit dem Hauptgebäude verbunden ist.
Die gesamte Anlage wurde in der Achse zum Schloss angelegt, um eine standesgemäße Ankunft zu ermöglichen. Heute beherbergt das historische Bahnhofsgebäude die Gemeindebibliothek und ist zu einem kulturellen Anziehungspunkt geworden.
Eine weitere Kuriosität betrifft die Verwaltung von Werner Karl von Droste zu Hülshoff, der von 1845 bis 1853 Hofgarten-Inspektor in Veitshöchheim war. Er war der ältere Bruder der berühmten Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und der Schriftstellerin Therese Dahn. In seiner Zeit als Verwalter verhinderte er die geplante Zerstörung des Rokokogartens durch die Bahntrasse. Später wurde er Hofkavalier und Verwalter von Schloss Fantaisie in Bayreuth.
Unsere Tipps für Ihren Besuch
Planen Sie mindestens zwei Stunden für den Besuch des Schlosses und des Hofgartens ein. Die Führung durch die Innenräume dauert etwa 45 Minuten. Für den Hofgarten sollten Sie zusätzliche Zeit einplanen, um die verschiedenen Gartenbereiche in Ruhe zu erkunden.
- Der Audioguide für den Hofgarten lohnt sich, da er detaillierte Erläuterungen zu den Skulpturen und der Gartenarchitektur bietet. Für Kinder gibt es eine spezielle Hörspiel-Version mit Marionetten, die die Gartengeschichte kindgerecht erzählt.
Besuchen Sie den Hofgarten zur vollen Stunde, um die Wasserspiele am großen See zu erleben. Die Fontänen steigen bis zu zehn Meter hoch und bilden ein beeindruckendes Schauspiel.
Im Sommer kann es im Garten heiß werden. Die Alleen bieten zwar Schatten, doch Sonnenschutz und ausreichend Wasser sollten Sie mitbringen. Im Herbst zeigt sich der Garten in besonders schönen Farben, wenn sich das Laub der Bäume verfärbt.
- Kombinieren Sie den Besuch mit einem Spaziergang entlang des Mains. Der Uferweg führt von Veitshöchheim nach Würzburg und bietet schöne Ausblicke auf die Weinberge und die Festung Marienberg.
- Fotografen finden im Rokokogarten unzählige Motive. Besonders stimmungsvoll ist das Licht in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne die Skulpturen und Wasserspiele beleuchtet.
Wir danken der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen für ihre freundliche Unterstützung.
Welche Jahreszeit eignet sich Ihrer Meinung nach am besten für einen Besuch im Rokokogarten, und würden Sie den Hofgarten lieber bei einem geführten Rundgang oder auf eigene Faust mit dem Audioguide erkunden?
(Schloss/ Gartenausstellung/ Audioguide Hofgarten)
Regulär:6,00€
Ermäßigt: 5,00€
Nur Gartenausstellung + Audioguide Hofgarten:
Regulär:2,50€
Ermäßigt: 1,50€
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt.
Der Eintritt in den Hofgarten ist kostenfrei.
(Stand 2026)
April bis September von 9:00h bis 18:00h|letzter Einlassum 17:30h
Oktober bis 9. November von 10:00h bis 16:00h|letzter Einlass um 15:30h
Montags geschlossen
(Ostermontag, 1. Mai, Pfingstmontag, 15. August, 3. Oktober geöffnet)
Die historischen Wohnräume im Obergeschoss können nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden.
Geschlossen vom 10. November bis Ende März.
Garten
Ganzjährig ab 8:00h bis zum Einbruch der Dunkelheit (max. bis 20:00h)
Führungen der Touristik-Information Veitshöchheim: Mai bis Oktober samstags um 11:00h
(Stand 2026)
Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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