Voergaard Slot

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Voergaard Slot
9330 Dronninglund

Dänemark

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Ganz im Norden Dänemarks liegt ca. 40 Kilometer von der Stadt Aalborg entfernt das Wasserschloss Voergaard, eines der größten und prächtigsten Renaissanceschlösser in der Region.

Der genaue Zeitpunkt der ersten Bebauung ist unbekannt, zu Beginn des 16. Jahrhunderts wird ein großer Gutshof dieser Lage erwähnt. Im Jahr 1510 kaufte Stygge Krumpen Rosenkrantz den Hof und baute den den Wohnturm im Nordflügel. Er war Bischof von Børglum.

Sein Nachfolger Niels Stygge Krumpen baute das Schloss militärisch aus, hier sollte der Hauptsitz des Bistums der Region Vendsyssel seinen Sitz haben. Dieser letzte katholische Bischof hatte nicht nur dem Ritter Ritter Bonde Due die Frau geraubt, er machte sie zu seiner Mätresse und lebte mit ihr auf Voergaard. Er soll sich an mehreren Nonnen und anderen Frauen vergangen und auch sonst allerlei Unrecht begangen haben.

Das Land war aufgrund der Reformation und der wirtschaftlichen Lage in politischer und religiöser Unruhe, es kam zu Bauernaufständen. Voergaard wird von einem evangelischen Bauernheer unter der Führung von Skipper Clements im Jahr 1534 erobert und fiel 2 Jahre später im Zuge der Reformation an die Krone. Der Bischof wurde verhaftet und kam für 6 Jahre ins Gefängnis.

Im Jahr 1578 überträgt der dänische König König Frederik II. Voergaard im Tausch für ihren Besitz in Nygaard an die Adlige Karen Krabbe. Ihre Tochter Ingeborg Skeel erbt Voergaard und beginnt mit dem Bau des Renaissance Flügels, nach einem Entwurf des holländischen Bauherren Phillip Brandin. Im Jahr 1588 wird das Bauwerk vollendet. Frederik II. schenkt ihr das eindrucksvolle Sandsteinportal mit seinen Initialen und denen seiner Frau Königin Sophie.

Der König war schon bei Ingeborgs Hochzeit mit Otte Eriksen Banner, dem Sohn seines ehemaligen Reisemarschalls, zugegen gewesen. Mit ihrem Mann ging Ingeborg auf dessen Besitzungen im Norden und blieb hier verwitwet seit 1575 bis zu ihrem Tod im Jahr 1604.

Ingeborg Skeel war eine außergewöhnlich geschäftstüchtige Frau. Sie schien ihre Besitzungen persönlich verwaltet zu haben und sorgte für deren stete Expansion. Allein zu Voergaard gehörten mehr als 300 Höfe. Außerdem betrieb sie einen sehr erfolgreichen Getreidehandel. Diese Aktivitäten waren sehr ungewöhnlich für eine Frau ihrer Zeit, daher resultierte wohl auch ihr Ruf gierig und grausam zu sein, auch Hexerei wurde ihr unterstellt. Ingeborg Skeel gab allerdings viel Geld für karitative Zwecke aus, ein Armenhaus, eine Schule und ein Krankenhaus wurden von ihr erbaut.
Trotzdem umschwirrten sie viele Gerüchte. Nachdem sie von 1586 bis 1591 das alte Schloss in ein Renaissance Schloss umbauen ließ, soll sie den Architekten Philip Brandin, statt ihn zu bezahlen, in den Wassergraben gestossen haben, wo er ertrank. Keines der Gerüchte um ihre Person konnte je belegt werden. Allerdings soll ihr Geist noch immer im Schloss spuken. Als weiße Dame kann man ihr manchmal nachts auf den Fluren begegnen, so sagt man. Im nordöstlichen Turmzimmer soll es einen Blutfleck geben, der auch heute nicht zu entfernen sei.

Im 17. Jahrhundert diente das Schloss zeitweise als Quartier der schwedischen Armee bis es 1644 von Oberst Vogn Vognsen mit einem Heer aus freiwilligen Bauern zurück erobert werden konnte. In den Kriegen 1627-29 und 1643-45 wird Voergaard mehrfach angegriffen.

Im Jahr 1732 erbte Peder Reedtz Voergaard. In seiner Zeit entstand das Goldene Zimmer, dessen Wände seit ca. 1750 eine vergoldete Ledertapete schmückt, hergestellt aus Fellen von Wildschweinen.

Nach vielen, von wechselnden Besitzern und Verfall geprägten Jahren übernimmt im Jahre 1872 Peter Brønnum-Scavenius Voergaard. Er läßt das Schloss renovieren und kauft Land zurück und dazu, bis Voergard wieder zu alter Größe zurückfindet.

Im Jahr 1955 kauft der dänisch-französischen Graf E. Oberbech-Clausen das Anwesen und beginnt mit einer umfassenden Restaurierung. Von ihm und seiner Frau stammt ein großer Teil dieser größten privaten Kunstsammlung Dänemarks. Allerdings ist Voergaard kein Museum, sondern präsentiert sich so, wie es von seinem letzten Besitzer eingerichtet und möbliert wurde. Die große Sammlung von Möbeln, Antiquitäten, Gemälden, Porzellan und Silber hatte er von seinen Besitztümern in Frankreich zusammengetragen, u. a. mit Kleinoden aus dem persönlichen Besitz von Ludwig XIV., Ludwig XVI. und Marie-Antoinette sowie mit Werken von Rubens, Rafael, Goya und El Greco.

Als der Graf 1963 im Alter von 80 Jahren stirbt, wird der Besitz in eine Familienstiftung überführt, mit dem Ziel das Schloss und die Kunstwerke auf in Zukunft für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Jedes Jahr in der 29. Woche, also im Juli können Sie „Mittelalterliche Tage“ im Schloss Voergaard erleben. Hier können Sie den Bischof „Stygge Krumpen“, Handwerker und Kaufleute treffen, mittelalterlich schmausen und der Musik auf der Bühne lauschen.
Öffnungszeiten öffnen | schliessen
13. April bis 10. Juni: Samstag und Sonntag von 11:00h bis 16:00h
15. Juni bis 25. August: täglich von 11:00h bis 16:00h
31. August bis 20. Oktober: Samstag und Sonntag von 11:00h bis 16:00h

Das Schloss hat bei Veranstaltungen z.T. andere Öffnungszeiten. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.

(Stand 2019)
Eintrittspreise öffnen | schliessen
Erwachsene: DKK 110,- (ca. 15€)
Kinder (7 bis 13 Jahre): DKK 50,- (ca. 6,50)
Kinder (bis 6 Jahre): Eintritt frei

(Stand 2019)