Bienen, Moore, Schmetterlinge – und mittendrin ein Keramikbrand nach keltischem Vorbild: Am 6. September lädt die Heuneburg – Stadt Pyrene zum Naturerlebnistag. Von 10 bis 17 Uhr verteilen sich 15 Stationen über das Gelände der ältesten Stadt nördlich der Alpen. Der Eintritt kostet fünf Euro.
Was erwartet Dich?
Die Wiesen rund um die Heuneburg sehen aus wie beiläufige Kulisse, sind aber Teil des Denkmals. „Sie sind Zeugen der Entwicklung des Monuments und der Region“, sagt Ina Schultz, Leiterin der Heuneburg – Stadt Pyrene. Genau diese Kulturlandschaft steht am Naturerlebnistag im Mittelpunkt.
Der Tag ist als offenes Rahmenprogramm angelegt: Du gehst von Stand zu Stand, in beliebiger Reihenfolge. Der NABU führt ins Ried, das Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf erklärt Moore, der BUND Sigmaringen widmet sich Schmetterlingen. Eine Imkerei aus Hundersingen zeigt Bienenhaltung und Honigproduktion, ein Landwirt berichtet aus dem Alltag der Beweidung.
Für Kinder gibt es geführtes Reiten über das Gelände, das Waldmobil der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und eine Bastelstation, an der Insektenhotels entstehen. Wer lieber Geschichte hört: Stündlich zwischen 11 und 16 Uhr starten Kurzführungen über die Heuneburg und ihre Vergangenheit.
Der Feldbrand, der im August ausfallen musste
Ein Programmpunkt hat Vorgeschichte. Beim Keltenfest am 2. August war ein Feldbrand nach historischem Vorbild geplant. Wegen der anhaltenden Trockenheit verschoben ihn die Staatlichen Schlösser und Gärten aus Sicherheitsgründen ins erste September-Wochenende.
Jetzt ist er dran: Als Abschluss eines mehrtägigen Workshops brennen die Teilnehmenden ihre selbst geformten Keramiken im offenen Feuer. Angeheizt wird schon am Vortag. Gäste des Aktionstages können beim Höhepunkt zusehen.
Wer wissen will, wie es mit dem Monument weitergeht, meldet sich für die Sonderführung „Die Zukunft der Heuneburg“ an. Projektleiter Dr. Moritz Lange zeigt um 11 Uhr, wie der Talhof denkmalgerecht zum Besucherzentrum umgebaut wird. Treffpunkt ist das Herrenhaus, die Führung dauert anderthalb Stunden – und sie ist der einzige Programmpunkt mit Anmeldepflicht.
Alle Infos auf einen Blick
- Datum: 6. September 2026
- Uhrzeit: 10 bis 17 Uhr
- Ort: Heuneburg – Stadt Pyrene, Heuneburg 1-2, 88518 Herbertingen-Hundersingen
- Eintritt: 5,00 € (Erwachsene) · 2,50 € (ermäßigt) · 12,50 € (Familien)
- Kurzführungen: stündlich von 11 bis 16 Uhr, ohne Anmeldung
- Sonderführung „Die Zukunft der Heuneburg“: 11 Uhr, Treffpunkt Herrenhaus, Anmeldung erforderlich
- Anmeldung und Kontakt: 07586 8959405 · info@heuneburg-pyrene.de
- Anreise: Wegen Bauarbeiten bei Herbertingen bis 18. Dezember 2026 der örtlichen Umleitung folgen
- Veranstalter: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Über die Heuneburg – Stadt Pyrene
Die keltische Höhensiedlung über dem Donautal gilt als älteste Stadt nördlich der Alpen. Ihre Blütezeit erreichte sie im 6. Jahrhundert vor Christus, als Rom noch eine unbedeutende Siedlung am Tiber war. Fürstengräber der Umgebung haben Funde von europäischem Rang geliefert.
Heute stehen rekonstruierte Lehmziegelmauer und Fachwerkbauten wieder an ihrem historischen Ort, dazu kommen ein archäologischer Lehrpfad und ein Freilichtmuseum. Noch bis zum 1. November läuft die Sonderausstellung „Bier – ein Jahrtausende altes Kultgetränk“.
Autor: burgen.de Redaktion
Infoblock
Wann: 06.09.2026 | 10:00 - 17:00
Heuneburg – Stadt Pyrene
Heuneburg 1 – 2
88518
Herbertingen-Hundersingen, Baden-Württemberg)
Kategorie(n)
Übersicht Veranstaltungen @ Heuneburg – Stadt Pyrene:
- Naturerlebnistag auf der Heuneburg - Stadt Pyrene am 6. September 2026 - 6 Sep. 2026 - 10:00
