50 Jahre „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“

Zum Drehjubiläum des beliebten Märchenklassikers gibt es im Schloss Moritzburg eine besondere Jubiläumsaktion.

In den vergangenen Wochen flimmerte der Märchenfilm wieder regelmäßig über die heimischen Fernsehbildschirme. Weihnachten ohne „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist für viele undenkbar!

Schloss Moritzburg mit echtem Schnee © Schlösserland Sachsen | Torsten Hegewald
Schloss Moritzburg mit echtem Schnee © Schlösserland Sachsen | Torsten Hegewald

Noch bis zum 26. Februar ist die diesjährige Winterausstellung zum Kultfilm auf Schloss Moritzburg geöffnet.

Jubiläumsaktion für alle Filmfans

Vom 18. bis 22. Januar 2023 gibt es ein besonderes Jubiläum zu feiern – Der Dreh vor Ort im Schloss Moritzburg, in der angrenzenden Teichlandschaft und dem Hengstdepot, jährt sich zum 50. Mal!

Aus diesem Anlass lockt das Schloss mit einer besonderen Jubiläumsaktion. Wer vom 18. bis 22.Januar 2023 im Kostüm einer Figur aus dem Film das Schloss besucht, erhält für sich und eine Begleitperson freien Eintritt.

Und noch nicht genug: Bei einem Quiz können Gäste ihr Wissen rund um den fünftägigen Dreh in Moritzburg unter Beweis stellen. Unter den Teilnehmern wird zwei Mal eine Führung im BarockKostüm für maximal 10 Personen verlost.

Mehr Infos:

Aus dem Nähkästchen geplaudert: Wie aus Sommer Winter und Moritzburg zum idealen Filmschloss wird

Im Winter des Jahres 1972/73 entstand unter nicht immer idealen Bedingungen der wohl schönste Märchenfilm aller Zeiten als Gemeinschaftswerk der DDR und der Tschechoslowakei.

Regisseur Václav Vorlíček holte aus Kostengründen die DEFA in Potsdam ins Boot. Man machte halbe-halbe: mit dem Geld, dem Drehstab, den Schauspielern und den Drehlocations. Weil aber die PotsdamBabelsberger Filmstudios für den Sommer bereits verplant waren und nur noch im Winter zur Verfügung standen, ließ Vorlíček das Drehbuch umschreiben in einen Winterfilm. Das Nachsehen hatten die Schauspielerinnen und Schauspieler, denn die Sommerkostüme waren schon fertig genäht.

Gesucht wurde noch das ideale Filmschloss. Der entscheidende Tipp für Schloss Moritzburg kam damals von einer Assistentin in der Dramaturgie bei der DEFA. Das Jagdschloss von August dem Starken in der Nähe von Dresden vereinte mehrere geplante Motive an einem Ort: Ein freistehendes Schloss, eingebettet in eine bewaldete Teichlandschaft mit repräsentativen Treppenanlagen und ausreichend freiem Raum für Dreharbeiten.

Ende November 1972 bekam dann der Direktor von Schloss Moritzburg die Information über den Dreh am Schloss und wurde gebeten, für eine Beleuchtung der Fenster zu sorgen: „Um nach außen hin den Eindruck einer festlichen Beleuchtung des Schlosses zu erzielen.“ Da zu dieser Zeit ein Teil des Schlosses noch als Wohnraum vermietet war, erhielten die Mieter die Aufforderung, zu den betreffenden Drehterminen Lampen in die Fenster ihrer Wohnungen zu stellen.

Für die Außenaufnahmen bot Moritzburg während der Dreharbeiten leider nicht annähernd den gewünschten schneebedeckten Anblick. Um zumindest die Flächen am Ufer der Teiche halbwegs winterlich zu gestalten, verteilte man überall Kunstschnee. Dieser vorwiegend auf Basis von Fischmehl erzeugte „Schnee“ löste sich aber über Nacht teilweise in Wohlgefallen auf und hinterließ einen üblen Gestank auf Wiesen und Wegen.

Aber auch andere unvorhergesehene Entwicklungen mussten bewältigt werden: Da in der Tschechoslowakei die Maul-und Klauenseuche ausgebrochen war, durften die Pferde, mit denen zuvor in der ČSSR gedreht worden war, nicht über die Grenze. Somit mussten die Szenen in der DDR mit anderen Pferden gedreht werden. Glücklicherweise waren in Moritzburg mit seinem Hengstdepot, der Reitsportgemeinschaft und privaten Pferdebesitzern ausreichend Anlaufstellen für Tiere und Experten gegeben. So organisierte man alle Pferde in Moritzburg, auch die Doublepferde vom Prinzen und Aschenbrödel.

Ausstellung noch bis Ende Februar geöffnet

Die Winterausstellung zum Märchenfilm in Schloss Moritzburg begeistert in dieser Saison bereits zum 11. Mal Gäste aller Altersgruppen, aus allen Teilen Deutschlands sowie dem Ausland.

In diesem Winter konnten bereits 76.000 Gäste empfangen werden.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Februar, täglich von 10:00h bis 17:30h geöffnet. Letzter Einlass ist um 16:30h. Tickets gibt es für 10 € / ermäßigt 8 €. Empfohlen ist eine Buchung von Onlinetickets unter www.schloss-moritzburg.de

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