Lesetipp: „Lancelot“ von Giles Kristian

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Lancelot: Eine einzigartige Sicht auf eine klassische Geschichte.

„Lancelot“ von Giles Kristian ist keine typische Artus-Sage. Dieser fesselnde Roman bietet eine frische Perspektive auf eine der faszinierendsten Figuren aus der Artus-Legende.

Bekannt als der größte und edelste Ritter, aber auch als Verräter, ist Lancelots Charakter von widersprüchlichen Symbolen durchzogen.

Kristian nimmt diese Prämisse und haucht ihr neues Leben ein, indem er einen ganz eigenen Lancelot erschafft.

Dieser Roman ist ein Bruch mit den üblichen Neuinterpretationen der Artus-Sage, die sich oft auf Arthur und seine Gefolgschaft konzentrieren. Stattdessen ist „Lancelot“ eine charakterorientierte Erkundung des Ritters selbst.

Die Erzählung erfolgt ausschließlich aus Lancelots Perspektive, beginnend mit seiner Kindheit, was ihn zu einem wirklichen Charakter macht – empathisch und nicht frei von Fehlern und Zweifeln.

Wir sehen ihn nicht nur als Verräter, sondern auch als einen wahren Freund, der vor den schwierigsten Entscheidungen steht: Freundschaft, Loyalität oder Liebe?

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Heyne Verlag (Taschenbuch)
Historischer Roman
ISBN: 978-3453471764
Ersterscheinung: 10.1.2022

Eine lebendige Neugestaltung von Britannien im 5. Jahrhundert

„Lancelot“ spielt im Britannien des 5. Jahrhunderts, einer Zeit voller streitender Könige und Kriegsherren, mit der ständigen Bedrohung durch sächsische Invasionen. Kristian gelingt es, diese raue Landschaft zum Leben zu erwecken und eine lebhafte Neugestaltung Britanniens zu erschaffen.

Obwohl Magie im Buch nur eine begrenzte Rolle spielt, durchdringt eine gewisse Mystik die Erzählung und auch Merlin spielt seine undurchsichtige Rolle. Verweise auf die alten Götter und Aberglauben, selbst während das Christentum Fuß fasst, verleihen der Geschichte Tiefe.

Giles Kristian hat eine gute Balance gefunden, indem er historische Fakten mit kreativer Freiheit verknüpft hat. Die Atmosphäre und das Setting des 5. Jahrhunderts in Britannien sind gut recherchiert und verleihen der Geschichte Authentizität.

Eine Coming-of-Age-Geschichte

Ein großer Teil des Buches konzentriert sich auf Lancelots Kindheit und Jugend und vermittelt so den Eindruck einer Coming-of-Age-Geschichte. Wir erleben seinen frühen Verlust der Familie, seinen Ehrgeiz, seinen Vater zu rächen, und seine Liebe zu Tieren – ach, der Sperber.

Seine frühen Jahre auf der Insel Karrek Loos yn Koos – dem heutigen Saint Michael’s Mount in Cornwall -, wo er von Lady Nimue aufgenommen wird, formen ihn zu dem Mann, der er wird. Seine Freundschaft mit dem furchteinflößenden Krieger Pelleas, sein Ehrgeiz, ein Rennen gegen ältere Jungen zu gewinnen, und seine Rettung von Guinevere tragen alle zur Entwicklung seines Charakters bei.

Die Beziehungen, die Lancelot definieren

Zwei Beziehungen sind von entscheidender Bedeutung für Lancelots Geschichte: seine Beziehungen zu Guinevere und Arthur. Lancelot und Guinevere lernen sich bereits als Kinder kennen, was von der traditionellen Artus-Legende abweicht und ihre Bindung vertieft. Ihre Beziehung wird eher tragisch dargestellt, anstatt als klassischer Verrat der Legende.

Auch die Freundschaft zwischen Lancelot und Arthur wird geschickt behandelt. Arthur, ein charismatischer Anführer, entwickelt eine starke Bindung zu dem jungen Lancelot, was den Grundstein für den unausweichlichen Konflikt legt, als Guinevere wieder in das Geschehen tritt, nun als Arthurs Ehefrau.

„Arthur würde für Britannien kämpfen, ich für Arthur. Und meine Seele würde auf ewig Guinevere gehören. Die Götter sind grausam.“

Buch: Lancelot von Giles Krstian

Eine Charakterstudie von Lancelot

„Lancelot“ ist eine Charakterstudie, die die frühen Jahre des Ritters und das, was ihn geformt hat, untersucht. Der erste Teil des Buches ist detaillierter ausgearbeitet als der zweite Teil und konzentriert sich auf Lancelots Entwicklung. Die späteren Abschnitte der Geschichte scheinen viel schneller zu vergehen und umfassen Lancelots spätere Jahre. Dennoch zahlt sich die vorherige Charakterentwicklung aus und verleiht den späteren Teilen eine emotionale Wirkung.

Fazit

„Lancelot“ von Giles Kristian ist eine fesselnde Neuinterpretation einer klassischen Legende. Die komplexe Handlung, die facettenreichen Charaktere und die eindrucksvolle Kulisse machen dieses Buch zu einem Muss für Fans historischer Fiktion.

Egal, ob Sie ein Fan von Artus-Legenden sind oder Sie erst neu für das Genre interessieren, „Lancelot“ wird einen bleibenden Eindruck bei Ihnen hinterlassen.

Hat mir das Buch gefallen?

Dies ist mein erster Roman von Giles Kristian, aber es wird sicherlich nicht der letzte sein. Seine Darstellung von Lancelot hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, und ich freue mich darauf, die Fortsetzung „Camelot“ zu lesen. Zudem bin ich ein Fan „dicker“ Bücher. Die mehr als 800 Seiten der Taschenbuchausgabe haben mir einige Stunden fesselndes und spannendes Lesevergnügen beschert.

Die Personenübersicht, die Karte und das Glossar waren äußerst hilfreich, um den Überblick über die Charaktere und die Orte zu behalten.

Wenn Sie ein Fan von Artus-Legenden oder historischer Fiktion im Allgemeinen sind, kann ich „Lancelot“ nur wärmstens empfehlen. Sie werden nicht enttäuscht werden.

Über den Autor:

Seine norwegische Herkunft und die Werke von Bernard Cornwell inspirierten Giles Kristian dazu, historische Romane zu schreiben. Um seine ersten Bücher finanzieren zu können, arbeitete er unter anderem als Werbetexter, Sänger und Schauspieler. Doch Kristians Herz schlägt für die Welt der Wikinger, die er in Götter der Rache zum Leben erweckt. Mittlerweile ist Giles Kristian Bestseller-Autor und kann sich ganz dem Schreiben widmen.

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