Rembrandt 1632 auf Schloss Friedenstein: Gotha zeigt das Jahr, in dem eine Marke entstand

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Ab dem 5. September zeigt das Herzogliche Museum auf Schloss Friedenstein die Jahreshauptausstellung „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“. Sie läuft bis zum 6. Dezember 2026 und konzentriert sich auf ein einziges Jahr im Leben des Malers – das entscheidende. Eröffnet wird sie am 4. September von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt, der die Schirmherrschaft übernommen hat.

1632 verließ Rembrandt van Rijn Leiden und ging nach Amsterdam. Dort trat er in die Werkstatt von Hendrick van Uylenburgh ein, malte bedeutende Einzel- und Gruppenporträts und erschloss sich über Auftragsarbeiten ein völlig neues Publikum. Von diesem Jahr an signierte er seine Bilder nur noch mit dem Vornamen. Aus dem Müllerssohn aus Leiden wurde die Marke Rembrandt.

Schloss Friedenstein by Krzysztof Golik
Foto: Krzysztof Golik,
Friedenstein Castle in Gotha,
CC BY-SA 4.0

Was die Ausstellung anders macht

Rembrandt gehört zu den meisterforschten Künstlern des 17. Jahrhunderts – und trotzdem bleibt gerade die Zeit um 1632 in vielem unklar. Kurator Timo Trümper stellt deshalb zentrale Werke des Jahres in ihren künstlerischen und historischen Zusammenhang.

Der Kniff liegt im direkten Vergleich: Varianten, Kopien und Werkstattarbeiten hängen nebeneinander, sodass stilistische Entwicklungen und Produktionsweisen sichtbar werden. Dazu kommen kunsttechnologische Analysen, die zeigen, was unter der Oberfläche passiert. Viele nationale und internationale Leihgaben ergänzen den Gothaer Bestand.

Zweite Station nach Kassel

Die Schau ist eine Kooperation mit Hessen Kassel Heritage und war dort bereits vom 7. Mai bis zum 9. August zu sehen – wir haben über die Kasseler Station berichtet. Zwei Schlossmuseen Mitteldeutschlands teilen sich damit ein Ausstellungsprojekt, das keines allein hätte stemmen können.

Der Besuch des Kulturstaatsministers am 4. September gilt übrigens nicht nur Gotha. Weimer ist am selben Tag auch auf der Wartburg in Eisenach – zwei Thüringer Welterbe- und Erinnerungsorte an einem Tag.

Für Besucher

Während der Ausstellung gelten im Herzoglichen Museum verlängerte Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr, freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Gezeigt wird die Schau in der Ausstellungshalle des Museums.

Das Begleitprogramm ist umfangreich. Kuratorenführungen gibt es am 11. und 22. September, dazu Formate wie „Feierabend mit Rembrandt“, der Abend „Rembrandt bei Tisch“ und ein Schlossgespräch zur Entstehung der Ausstellung.

Mehr Infos: Wartburg auf burgen.de · rembrandt1632.de


Autor: burgen.de Redaktion

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