Wasserburg Anholt: Wo Geschichte im Schlosspark weiterlebt

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Im westfälischen Münsterland liegt mit der Wasserburg Anholt eine der eindrucksvollsten Schlossanlagen Nordrhein-Westfalens. Fast 800 Jahre Geschichte treffen hier auf einen 35 Hektar großen Landschaftspark. Ein Ausflugsziel, das Burgenfans und Naturfreunde gleichermaßen begeistert.

Schloss Anholt im Abendlicht © Peter H. / pixabay
Schloss Anholt im Abendlicht © Peter H. / pixabay

Acht Jahrhunderte an einem Ort

Der älteste Bauteil der Wasserburg Anholt, der „Dicke Turm“, lässt sich bis mindestens 1169 zurückverfolgen – damals unter der Herrschaft derer von Zulen. Vom 15. bis ins 16. Jahrhundert regierte das Adelsgeschlecht Bronckhorst-Batenburg fast 250 Jahre über Anholt.

Im frühen 17. Jahrhundert bauten die Fürsten von Salm die Wasserburg zur Barockresidenz aus – und prägten damit das heutige Erscheinungsbild entscheidend. Bis heute lebt die fürstliche Familie Salm-Salm auf ihrem Stammsitz im westlichen Münsterland. Kaum eine Anlage in der Region verbindet gelebte Familientradition und Architekturgeschichte so unmittelbar.

Kunstschätze und Gartenparadies

Im Inneren wartet eine der bedeutendsten privaten Gemäldesammlungen Deutschlands, über 400 Jahre gewachsen. Sie zählt zu den Höhepunkten eines Besuchs der Wasserburg. Wer sich für höfische Kunst und Sammlungsgeschichte interessiert, findet hier eine echte Rarität.

Draußen erwartet Dich ein 35 Hektar großer Park mit drei historischen Barockgärten aus dem 17. Jahrhundert auf der sogenannten Wasserinsel, dazu ein barockes Irrgartenlabyrinth. Im 19. Jahrhundert kam ein weitläufiger Landschaftspark im englischen Stil hinzu. Für einen Spaziergang oder ein Picknick ist das der ideale Rahmen.

Praktische Reisetipps

  • Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst, wenn der Park in voller Blüte steht
  • Anreise: Isselburg im Kreis Borken, nahe der niederländischen Grenze
  • Kombinieren mit: weitere Wasserschlösser der 100-Schlösser-Route im Münsterland

FAQ

Wie alt ist die Wasserburg Anholt? Der älteste Bauteil, der „Dicke Turm“, geht mindestens auf das Jahr 1169 zurück. Die heutige Barockgestalt erhielt die Burg im frühen 17. Jahrhundert durch die Fürsten von Salm.

Ist der Schlosspark der Wasserburg Anholt öffentlich zugänglich? Ja, der 35 Hektar große Park mit Barockgärten und Landschaftspark ist öffentlich zugänglich – auch ohne Museumsbesuch ein lohnendes Ausflugsziel.

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