Mitmachausstellung „1525! Aufstand für Gerechtigkeit“

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Entdecken Sie das Mittelalter neu in den LutherMuseen

Vom 31. Mai 2024 bis zum 6. Januar 2026 laden die LutherMuseen in Luthers Sterbehaus in Lutherstadt Eisleben und Luthers Elternhaus in Mansfeld zur Sonderausstellung „1525! Aufstand für Gerechtigkeit“ ein.

Diese Ausstellung ist Teil der Landesausstellung Sachsen-Anhalt „Gerechtigkeit 1525“ und bietet Besuchern die Möglichkeit, in die tiefgründige Geschichte der Bauernkriege einzutauchen.

Einblicke in das Leben und die Herausforderungen des 16. Jahrhunderts

Die Ausstellung veranschaulicht das Leben im 16. Jahrhundert durch interaktive Stationen, bei denen Besucher als Armbrustschützen in das damalige Jagdrecht eintauchen oder durch Ausstellungsstücke wie eine sieben Meter lange Pop-up-Graphic-Novel das Leben des radikalen Reformators Thomas Müntzer entdecken können.

Ein Zinnfiguren-Diorama visualisiert zudem einen historischen Überfall und bringt den Besuchern die Kämpfe und Konflikte jener Zeit näher.

Rezeptionsgeschichte und kulturelle Erinnerung

Ein weiterer Teil der Ausstellung widmet sich der Rezeptionsgeschichte des Bauernkriegs und zeigt, wie dieser im Laufe der letzten Jahrhunderte bis heute verschieden interpretiert und genutzt wurde. Besucher können auch skurrile Erinnerungsstücke an Müntzer entdecken, die von lokalen Bewohnern zur Verfügung gestellt wurden, darunter eine Gipsbüste und ein Kräuterlikör.

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von Heinzgeorg Oette

Dieser Reiseführer bietet fundierte Hintergrundinformationen zur bewegten Geschichte Sachsen-Anhalts und beschreibt ausführlich die vielen Zeugnisse der überaus reichen Kultur der Region.

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Veranstaltungs- und Kulturprogramm

Das Begleitprogramm der Ausstellung umfasst Vorträge, Konzerte, Theateraufführungen sowie Workshops und bietet sowohl Erwachsenen als auch Kindern die Möglichkeit, Geschichte interaktiv zu erleben und zu reflektieren.

Die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird durch praktische Übungen und Bildungsprogramme für verschiedene Altersgruppen verstärkt, die zur Auseinandersetzung mit Themen wie Gerechtigkeit und Mitbestimmung anregen.

Thomas Müntzer: Reformator und Revolutionär im Bauernkrieg

Thomas Müntzer, geboren um 1489 in Stolberg im Harz, schloss sich zunächst der Reformation an und wurde von Martin Luther gefördert. Allerdings radikalisierte er seine theologischen Ansichten, was dazu führte, dass sich fast alle Wittenberger Reformatoren, einschließlich Luther, der ihn als „Erzteufel“ bezeichnete, von ihm abwandten.

Müntzer wurde Prediger in Allstedt und Mühlhausen und zog später als Seelsorger mit den aufständischen Bauern in den Bauernkrieg. Die Bauern, inspiriert durch Luthers Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“, forderten mehr Rechte wie die Abschaffung der Leibeigenschaft und bessere Lebensbedingungen.

Ihre Revolte führte zur Plünderung von Klöstern und zum Sturm auf Burgen, wurde jedoch letztendlich niedergeschlagen. Die entscheidende Schlacht war die von Frankenhausen im Mai 1525, in der die Bauernheere den professionellen Heeren der Landesfürsten unterlagen.

Etwa 70.000 Bauern verloren ihr Leben, ihre Anführer wurden hingerichtet. Die Überlebenden wurden entwaffnet und mussten Schadensersatz leisten. Ihre Forderungen blieben weitgehend unerhört.

Müntzer wurde gefangen genommen, gefoltert und hingerichtet. Seine radikalen theologischen und sozialen Ideen, insbesondere seine Unterstützung für die Rechte der Bauern, führten dazu, dass er historisch sowohl als Revolutionär als auch als Bösewicht dargestellt wurde.

Burgen & Schlösser in Sachsen-Anhalt

Bedeutung des Bauernkrieges und Müntzers Erbe

Die Ausstellung „1525! Aufstand für Gerechtigkeit“ beleuchtet nicht nur die historischen Ereignisse, sondern auch ihre langfristigen Auswirkungen auf die deutsche und europäische Geschichte. Sie bietet eine umfassende Plattform, um die tiefgreifenden sozialen und politischen Veränderungen dieser Zeit sowie deren Nachhall in der modernen Gesellschaft zu verstehen.

Im Jahr 2025 jährt sich das Ende des Deutschen Bauernkrieges und der Todestag des Reformators
Thomas Müntzer zum 500. Mal. Sachsen-Anhalt begeht das bundesweit stattfindende Gedenken mit
einer dezentralen Landesausstellung.

Unter dem Titel „Gerechtigkeyt 1525“ erinnern 2024/2025 die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, die Kunststiftung Sachsen-Anhalt, die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle sowie die Werkleitz Gesellschaft in sieben Präsentationen an fünf Orten an das Wirken des Reformators Thomas Müntzers und die Auswirkungen des Bauernkrieges.

Alle Informationen dazu finden Sie auf www.gerechtigkeyt1525.de.

WO?

Luthers Sterbehaus | Andreaskirchplatz 7 | 06295 Lutherstadt Eisleben
Luthers Elternhaus | Lutherstraße 29 | 06343 Mansfeld-Lutherstadt

Wann?

31.Mai 2024 bis 06.Januar 2026

Öffnungszeiten:
April bis Oktober: täglich von 10:00h bis 18:00h | November bis März: Dienszag bis Sonntag von 10:00h bis 17:00h

Eintritt:
Einzelticket Eisleben: 4,00€, ermäßigt 2,50€
Familienticket Eisleben: 8,00€
Kombiticket Mitmachausstellung + Sterbehaus: 7 ,00€, ermäßigt 4,00€
Kombiticket Eisleben + Mansfeld: 7,00€, ermäßigt 4,00€
Familien-Kombiticket Eisleben + Mansfeld: 15,00€

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