Castelul Bran

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Adresse
507025 Bran

Rumänien

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Wissenswertes über Castelul Bran

Lesezeit: 4 min

Fotos © Burg Bran - herzlichen Dank für die freundliche Unterstützung!

Geschichte von Burg Bran

Heute verbindet man Schloss Bran (auch: Törzburg) mit Bram Stokers "Drakula". Hier soll der Sitz des geheimnisvollen Grafen gewesen sein - das war zumindest lange Zeit die Strategie um Touristen in Region zu locken. Doch die historische Vorlage für den bekanntesten aller Vampire, ein Woiwode mit Namen Vlad III Drăculea war wohl, wenn überhaupt, nur kurzzeitig auf der Burg.

Auf einem Felsen gelegen hat die Burg eine Ausdehnung von ca. 40 mal 17 Metern und wird von einem mächtigen Donjon an der Nordseite beherrscht.

Die Ursprünge der Burg liegen im Jahr 1211 als der Deutsche Orden von Andreas III von Ungarn das Burzenland geschenkt bekam - ein Gebiet im Südosten Siegenbürgens. Heute ist Brasov oder Kronstadt als wichtigste Stadt. Mit dieser Schenkung von 1211 verbunden war das Recht hier Burgen zu bauen. Eine davon könnte die Vorgängerin der heutigen Burg gewesen sein. Die Ordensritter wurden bereits 1226 wieder vertrieben, die Burg selbst vermutlich 1242 von den Mongolen zerstört.

1377 erteilte der ungarische König Ludwig I der Große den Bewohnern von Brasov / Kronstadt das Privileg eine Burg zu errichten. Diese sollte sowohl strategische wie auch ökonomische Bedeutung haben: Sie bewachte eine wichtige Passstraße zwischen Siebenbürgen und der Walachei, war als Grenzfeste ein Schutz gegen die beginnenden Türkeneinfälle und diente außerdem als Zollburg. Bedingt durch ihre Lage suchten sich aber die großen Konflikte mit ihren Heeren einfachere Wege um nach Zentraleuropa zu kommen, so blieb die Burg Bran von größeren militärischen Angriffen verschont. Im Jahr 1388 wurde die Burg fertiggestellt.

Anfang des 15. Jahrhunderts wurde Burg Bran als Lehen des ungarischen Königs Siegesmund von Luxemburg an seinen Verbündeten Prinz Murcea der Walachei gegeben, nach dessen Tod an die Fürsten von Transsylvanien.
Um 1441 verwüsteten die Osmanen das Land, konnten aber vom ungarischen Regenten Johann Hunyadi (Iancu de Hunedoara) in Bran besiegt werden. Da die Herrscher den Rückhalt der Siebenbürgener Sachsen an der Grenze brauchten, wurden ihnen ihre Privilegien erneut bestätigt.

Im Jahr 1459 taucht der Name Vlad der Pfähler (Vlad Tepes) das erste Mal auf. Er war Anfangs mit Bran und Brasov verbündet und wurde später von den Fürsten von Transsylvanien gebeten den anti- osmanischen Widerstand an der Grenze zu organisieren. Angeblich erfüllten die Sachsen ihre Zusagen nicht, ein Aufstand gegen ihn fand statt. Wahrscheinlich zog seine Armee an Bran vorbei bevor er im Frühjahr 1459 die Stadt Brasov angriff, die Vorstädte abbrannte und 300 Einwohner pfählen und verbrennen ließ. Die Überlebenden rächten sich später durch Rufmord und beschrieben ihn als einen rücksichtslosen Tyrannen. Im Herbst 1462 soll er auf Bran in zweimonatiger Haft gesessen haben, bevor er in die Festung von Visegrad gebracht wurde.

1498 erwarben die Sachsen von Kronstadt Burg Bran für 10 Jahre von Vladislav II Jagello. Die Pacht wurde mehrere Male verlängert. 1529 überstand die Burg erfolgreich eine Belagerung durch walachische Truppen. Die Zerstörung des Pulverturms im Jahr 1593 erfolgte durch selbst entzündetes Schießpulver. Eine weitere Belagerung fand im Jahr 1660 statt, auch sie war erfolglos. 12 Jahre später ging die Burg kampflos an den Fürsten Gabriel Báthory, später an seine Konkurrenten um das Fürstentum Transsylvanien Gabriel Bethlen. Im April 1651 bekam die Stadt Brasov ihre Rechte an der Burg friedlich zurück, ebenso wie die wichtigen Zollrechte.

Auch nachdem Transsylvanien im Jahr 1691 an das Habsburger Reich angegliedert wurde, blieben die Rechte unangetastet. Allerdings verlor die Festung ihre militärische Bedeutung. Nachdem die Grenze zwischen Transsylvanien und der Walachei im Jahr 1836 in die Berge bei Pajura verschoben wurde, verlor Burg Bran die Funktion einer Zollstation.

Ab 1888 dient das Schloss als Sitz der Forstbehörde.

Nach Ende des 1. Weltkriegs fiel die Region an Rumänien. Im Dezember 1920 schenkten die Bürger von Brasov die Burg der rumänischen Königin Maria. Als eine ihrer Lieblingsresidenzen ließ sie Bran als Sommerwohnsitz vom Architekten Liman ausbauen und restaurieren. Der 57 tiefe Brunnen reichte nicht für die Wasserversorgung, es wurde eine moderne Wasser- und Elektrizitätversorgung verlegt.

Nach ihrem Tod erbte ihre Tochter Prinzessin Ileana das Schloss. Sie ließ im 2. Weltkrieg ein Hospital im Schloss errichten. Im Jahr 1948 musste Ileana mit ihrer Familie das Land verlassen. Das inzwischen verstaatlichte Schloss wurde ab 1957 als Museum genutzt.

Erst im Jahr 1990 konnte die inzwischen in einem Kloster lebende Ileana das Schloss wieder besuchen. Nach ihrem Tod ein Jahr später wurde ihrem Grab ein Kästchen mit Erde aus Bran beigelegt.

Von 1987 bis 1993 wurde die Burg umfangreich restauriert.

Am 18. Mai 2006 wurde Schloss Bran nach mehreren Jahren juristischer Auseinandersetzung an die Erben der Prinzessin Ileana zurückgegeben. Die Verwaltung blieb aber noch drei Jahre in staatlicher Hand. Erst am 01. Juni 2009 war es wieder voll umfänglich im Besitz von Erherzog Domnic und den Erzherzoginnen Maria Magdalena und Elisabeth.
Eintrittspreise
Erwachsene: 40 Lei (8.50€)
Kinder: 10 Lei (2,00 €)
Kinder unter 7 Jahren sind kostenfrei.

(Stand 2020)
Öffnungszeiten
Hauptsaison vom 01.April bis 30.September
Montag: 12:00h bis 18:00h
Dienstag bis Sonntag: 9:00h bis 18:00h (letzter Einlass um 18:00h)

Nebensaison vom 01. Oktober bis 31.März
Montag: 12:00h bis 16:00h
Dienstag bis Sonntag: 9:00h bis 16:00h (letzter Einlass um 16:00h)

(Stand 2020)

Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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