Die Ausgrabungssaison 2026 an der weltberühmten Fossillagerstätte Bromacker im Thüringer Wald ist beendet – mit einer echten Überraschung: Forschende entdeckten den Grabgang eines Ursauriers, wie es ihn so noch nicht gab. Die Funde sind jetzt im BROMACKER Lab auf Schloss Friedenstein in Gotha zu besichtigen.
In 19 Grabungstagen barg ein internationales Team aus rund 40 Forschenden 310 Fundstücke aus dem 294 Millionen Jahre alten Ökosystem des Unterperm. Neben dem ungewöhnlichen Grabgang zählen zwei Kleinschädel, seltene Tausendfüßer und Insektenflügel zu den Highlights. Die Projektleitung spricht von einem „Riesenerfolg“. Rund 1.700 Besucherinnen und Besucher verfolgten die Arbeiten vor Ort, darunter 180 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Gotha.
Der Bromacker gilt seit Jahren als eine der bedeutendsten Fundstellen für frühe Landwirbeltiere weltweit. Die Fossilien werden traditionell im Westturm von Schloss Friedenstein aufbereitet und ausgestellt – dem barocken Herzstück Gothas, das mit dem Ekhof-Theater und den herzoglichen Sammlungen ohnehin zu den sehenswertesten Schlössern Thüringens zählt. Der Freistaat Thüringen finanziert die Grabung seit Sommer 2025 mit Landesmitteln weiter und sichert damit auch den Status des UNESCO-Geoparks Thüringen Inselsberg – Drei Gleichen ab.
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Autor: burgen.de Redaktion


