Hochosterwitz

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Geschichte der Burg Hochosterwitz

Nicht von Disney, aber trotzdem wie ein Märchen – im Kärntner Land in Österreich finden Burgenfans eine Festung, die direkt einem Fantasyroman entsprungen sein könnte.

In der Nähe der alten Herzogsstadt St. Veit an der Glan wacht die Feste auf einem 150 Meter hohen Kalkfelsen seit mehr als 1000 Jahren über die Geschicke der Welt.

Ab dem 9. Jahrhundert findet Hochosterwitz schriftliche Erwähnung, von 900-1200 allerdings unter dem Namen Astarvizza (tarviss als Wortstamm entstammt dem keltischen). Zur Zeit der Römer beherbergte die Anlage ein altes keltisches Heiligtum – etliche Funde aus dieser Zeit sind heute auf der Burg zu bestaunen.

Markant für die Anlage sind die 14 befestigten Tore, durch die man zur Burg aufsteigt. Damit wurde in der Geschichte der Burg wohl jedem übelgesonnenen Besucher die Eroberung mächtig vergällt – selbst als freundlicher Besucher ohne Ramme und Rüstung ist der Aufstieg ein hartes Stück Arbeit =)

Von den ursprünglichen Burggebäuden – ein Lehen des Herzogs Bernhard – sind heute noch der Bergfried, der daran angeschlossene Palas sowie die kleine Burgkapelle erhalten.

Die Bedrohung durch die Türken im 15./16. Jahrhundert erforderte zusätzliche wesentliche Befestigungen der Anlagen:

Mit der Eroberung Konstantinopels 1453 sah man in den Türken eine dauerhaften Bedrohung auf europäischem Boden.

Im September 1473 zeigte sich der besondere Wert der Befestigungen, als die türkische Armee nahe Klagenfurt nach Österreich kam und Richtung Norden das Land verheerte: Die Bevölkerung fand Schutz in Festen wie Hochosterwitz.

1509 übergibt der Kaiser, mittlerweile im Besitz der Burg, diese als Lehen an der Bischof von Gurk, der der beschädigten Feste in wesentlichen Teilen Ihr heutiges Gesicht verlieh und sie vor dem drohenden Verfall schützte.

Noch zu Lebzeiten des Bischofs übernahm die Familie Khevenhüller das Recht der Pfandeinlösung und führte Hochosterwitz zu neuem Glanz. 1541 fiel dann das Lehen an die Familie, die unter anderem die Bastionen bauen lies.

In Hochzeiten standen auf Burg Hochosterwitz rund 700 Mann unter Waffen, inklusive mehr als 30 schweren und leichten Geschützen.

Alles in allem ist Burg Hochosterwitz eine wunderbare Hochburg, die heute viele Schätze der Landesvergangenheit beherbergt – ein muss für jeden Reisenden, der sich diese Ecke der Welt ansieht. Außerdem kann man auf der Burg die Kärntner Küche geniessen

Fazit
Märchenhaft. Hinfahren, anschauen. Die Burg ist der Hit- sie ist gut zu finden (was in Österreich leider eher die Ausnahme ist), sie ist touristisch gut erschlossen, es gibt einen traumhaften Ausblick von oben, Kerker, Museum, Waffen und Rüstungen … alles, was der Burgenfan halt braucht.

Burg Hochosterwitz
Hochosterwitz 1
9314 Launsdorf
Kärnten
Österreich

Telefon: +43-(0)4213-2020

Öffnungszeiten:
April und Oktober, täglich von 9 bis 17 Uhr Mai bis September, täglich von 8 bis 18 Uhr, ohne Ruhetag.

Anfahrt:
ca. 7 km östlich von St. Veit an der Glan, an der Strasse 82

Preise:
Einzelbesucher 7,00 €
Jugendliche von 6 – 18 und Militär in Uniform 4,00 €
Kinder unter 6 Jahren frei Kindergruppen 3,00 €
Familienkarte 17,00 €

Führungen finden laufend statt und sind im Eintrittspreis inbegriffen Personenaufzug 3,00 €

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