Einweihung vom Gutshof des Schlosses in Großkmehlen (Brandenburg)

Mit der Fertigstellung der Sanierung des Gutshofes von Schloss Großkmehlen und seiner Übergabe an die Freiwillige Feuerwehr sowie dem Abschluss der Parksanierung ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Rettung der Schlossanlage getan. Seit 1997 betreut die Brandenburgische Schlösser GmbH der DSD die Anlage von Schloss, Jägerhaus, Park und Gutshof. Durch Mittel des Programms Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) in Höhe von 2,18 Millionen Euro und Eigenmitteln der DSD in Höhe von 1,4 Millionen Euro konnte nun die Sanierung von Park und Gutshof zum Abschluss gebracht werden. Dieses umfangreiche Engagement des Landes, der europäischen Union und der DSD ermöglicht wichtige Impulse für die Region, da mit der Erhaltung des bedeutenden Kulturguts auch die Attraktivität des Ortsmittelpunktes gesteigert wird.

Nach der Wiederherstellung des Parks und des historischen Gewässersystems konnte durch den Zufluss des Wassers vom Schraden über den Anger der Schlossgraben geflutet werden. Dadurch ist das Renaissanceschloss erstmals wieder als Wasserschloss erlebbar. Die ebenfalls fertig gestellte Hoffläche steht für Veranstaltungen wie das jährliche Hopfenfest zur Verfügung. Im ehemaligen östlichen Gutshof, der als einziger noch überkommen ist, erhält die örtliche Feuerwehr nun einen neuen modernen Standort in zentraler Lage und damit die Basis für weitere erfolgreiche Arbeit. Im Zuge der Sanierung wurden sämtliche Dächer, Fassaden, Decken und Innenräume instand gesetzt.

Seit 1391 ist in Großkmehlen ein Rittersitz nachweisbar. Das mächtige dreigeschossige Wasserschloss entstand unter Einbeziehung eines älteren Baus in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Umfangreiche Umbauten wurden etwa 100 Jahre später vorgenommen, als das Gebäude aufgrund der Erbteilung in einen Ost- und einen Westbau zweigeteilt wurde. Diese erhielten erst im 19. Jahrhundert wieder zwei kleine Durchbrüche als Verbindung. Das Äußere des Schlosses prägen die hohen Satteldächer und die mächtigen Renaissance-giebel. Sehr wahrscheinlich von italienischen Künstlern stammen die prächtigen, barocken Stuckaturen im ersten Obergeschoss.

Zum Schlosskomplex gehören weitere Gebäude, wie das 2005 fertig gestellte Jägerhaus mit seiner illusionistischen Fassadenmalerei, das vermutlich im Winter aufgrund der leichteren Heizbarkeit auch als Quartier genutzt wurde. Die laufenden Maßnahmen am Schloss mit über 3 Millionen Euro sollen Ende 2014 abgeschlossen sein.

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