Klosterkirche St. Martin und der Martinstag am 11. November

 Kloster Wiblingen Innenansicht©foto-ssg_steffen_hauswirth.jpg
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Kirchen auf der ganzen Welt tragen seinen Namen: Der heilige Martin ist bis heute berühmt für seine bildstarke Geschichte. Er ist der Heilige, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Am 11. November wird an den Heiligen erinnert. Die große Klosterkirche von Wiblingen vor den Toren von Ulm ist dem heiligen Martin geweiht – und das ist ein Hinweis auf ihr hohes Alter.

Die Geschichte, für die der Heilige bis heute berühmt ist, soll sich an einem kalten Wintertag im heutigen Amiens zugetragen haben. Dort saß am Stadttor ein frierender Bettler. Martin teilte an diesem Tag seinen Mantel mit seinem Schwert und gab dem Bettler die Hälfte davon ab. Was aber hat das bis heute lebendige Brauchtum mit seinem Leben und Wirken zu tun? Für die Tradition der Laternen gibt es eine Ableitung aus dem Alltag der Bauern des Mittelalters.

Wenn im November die Feldarbeit beendet war, entzündeten die Bauern auf den abgeernteten Feldern große Feuer. Der Überlieferung nach trugen arme Kinder dieses Feuer mit Fackeln durch die Städte und erbettelten Obst und Gebäck. Und die fette Martinsgans? In früheren Zeiten war der Martinstag ein Zahlungstermin nach der Ernte, bei dem Abgaben geleistet werden mussten – und eine gemästete Gans war nicht unüblich.

Kloster Wiblingen ist wie alle Monumente der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg bis mindestens 30. November nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg geschlossen.

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