Unterstützung für Schloss Rauenstein

Nach der abgeschlossenen Schwammsanierung am Südostflügel und den Natursteinarbeiten an den Fenstergewänden und Türportalen, von Schloss Rauenstein im Landkreis Sonneberg, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) seit 2007 mit rund 42.000 Euro unterstützen konnte, erhält das Schloss auch in diesem Jahr einen Fördervertrag über 20.000 Euro für die anstehenden Fassadenarbeiten.

Nachdem ihre Burg im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden war, errichtete die Familie von Schaumberg 1690 in Rauenstein das dreigeschossige sogenannte Neue Schloss. Später gehörte das Herrenhaus zum Kammergut der Herzöge von Sachsen-Meiningen, die es 1783 an die Brüder Greiner verkauften, die Herzog Georg mit einer „vorteilhaften Concession“ begünstigte, so dass sie eine Porzellanfabrik gründen konnten. Die Fabrik wirtschaftete rasch sehr erfolgreich, so dass die dort arbeitende Bevölkerung ebenfalls schnell anwuchs.

Nach einem Eigentümerwechsel erfolgten 1852 Umbauarbeiten an der Schlossfabrik. Die neuen Fabrikeigentümer nutzten das Hauptgebäude mit seinem mächtigen Mansarddach bis 1928 als Produktionsstätte für die ehemals bedeutende Rauensteiner Porzellanproduktion. Nach der Aufgabe der Fabrikation 1930 wurde die bergauf gelegene Fabrik abgebrochen.

Der dreigeschossige Schlossbau erhebt sich über einem L-förmigen Grundriss. Später folgte hofseitig ein weiterer zweigeschossiger kurzer Nebenflügel. Das Erdgeschoss sowie das erste Obergeschoss des Schlosses ist massiv gebaut, das zweite Obergeschoss eine Fachwerkkonstruktion.
Die Fassaden der unteren Geschosse waren ursprünglich verputzt, auf der Putzfassade fand man originale barocke Gestaltungselemente.

Die engagierte Gemeinde und ihr Bürgermeister haben in dem für eine kulturelle Nutzung geplanten Gebäude bereits Ausstellungen zur Tradition der thüringischen Porzellanmanufaktur oder eine Exposition zur Bleßberghöhle, Deutschlands größte Karsthöhle, präsentiert.

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