Unterstützung für Schloss Wachendorf in Mechernich

Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt Schloss Wachendorf in Mechernich bei der Erneuerung des Daches.

Schloss Wachendorf in Mechernich © Karin Gehrmann/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schloss Wachendorf in Mechernich © Karin Gehrmann/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

1190 wurde Wachendorf erstmals als Vogtei erwähnt. Die Reste einer ehemaligen Befestigung mit Wällen und Wassergräben sind in der Landschaft noch zu erkennen. Das Schloss entstand in seiner heutigen Form etwa um 1780. An seiner Stelle befand sich zuvor ein Rittersitz mit bergfriedartigem Turm. Teile der Untergeschosse des Mittelturms und Mauerpartien der nordwestlichen Herrenhaushälfte stammen von der mittelalterlichen Burg. 1883 begann ein Umbau nach dem Vorbild eines maison de plaisance.

1780 erwarb der bayerische Generalmajor Adolph Freiherr von Ritz die Burg. 1877 kamen das Anwesen und die Ländereien an den Freiherrn Solemacher-Antweiler, der das Schloss letztmalig umbauen ließ. Sein Sohn verkaufte den Besitz 1896 an Paul von Mallinckrodt. Heute ist das Schloss Privatbesitz der Familie von Blumencron.

Die Anlage ist eine der wenigen weitgehend original erhaltenen Schlossbauten des 19. Jahrhunderts im Rheinland. Die Schieferdeckung von 1880 ist mittlerweile marode. Die Dachentwässerung und die Anschlüsse sowie die Metallkonstruktionen sind defekt. Die Kamineinfassungen aus Blei sind brüchig und im Bereich der Mörteleinfassungen undicht.

Aufgrund einer fehlerhaften früheren Sanierung aus dem Jahr 1967 waschen sich die Farbenfassungen der Fenstergewände aus und haben die Fassade verschmutzt. Putzschäden sind aufgetreten. Der verglaste Balkon ist statisch gefährdet. Seit der Übernahme durch den jetzigen Eigentümer aus der Familie im Jahr 2006 wurden bereits zahlreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt: Die Beräumung des Umfeldes; die jährliche Reparatur am Dach; die Instandsetzung von Wohnraum für den Eigentümer und seine Familie im zweiten Obergeschoss sowie einer Mietwohnung im Erdgeschoss; der Abriss späterer, verunklärender Einbauten sowie die Aufarbeitung von Türen und Fußböden; die Erneuerung der Heizung und die Restaurierung der Balkonbrüstung.

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