Unterstützung für Schloss Ebneth in Burgkunstadt

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die Orgel auf Schloss Ebneth in Burgkunstadt

Die Johann Andreas Hofmann-Orgel auf Schloss Ebneth in Burgkunstadt im Landkreis Lichtenfels ist zwar noch bespielbar, doch die vorhandenen Mängel und falschen Umgestaltungen aus früheren Zeiten lassen sich bereits kaum noch auflisten. Für die nun dringend anstehende Restaurierung des kostbaren Instruments überbringt Uwe Franke, Ortskurator Kulmbach/Oberfranken der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am Freitag, den 11. Mai 2012 um 11.00 Uhr im Beisein von Klaus Urban von Lotto Bayern einen Fördervertrag in Höhe von 15.000 Euro an Joris Callens vom Stiftungsvorstand der Callens-von Seckendorff Guts- und Forstverwaltung Stiftung & Co KG. An der Restaurierung beteiligen sich neben der DSD auch die Oberfrankenstiftung, die Bayerische Landesstiftung und das Landesamt für Denkmalpflege.

Das heutige Schloss Ebneth stammt im Kern aus der Zeit um 1490. Damals erbauten sich die Brüder Kunz und Heinz von Ebneth ein Rittergut. Im Bauernkrieg geplündert, niedergebrannt und bis 1585 nur teilweise wieder aufgebaut, fügte der Dreißigjährige Krieg dem Schloss erneut Schäden zu.
1649 brannte es ein weiteres Mal ab und wurde acht Jahre später wieder aufgebaut. Bis heute hat das Schloss dieses Aussehen von 1657 nahezu unverändert bewahrt. Zu dem Ensemble der Schlossanlage gehören auch die Kapelle, ein Forst-, ein Brau- und ein Jagdhaus, zudem ein Guts- und ein Amtmannshaus sowie verschiedene Scheunen und Stallungen.

Die Schlosskapelle wurde 1749 errichtet. In dem protestantischen Betraum befindet sich auch die Barockorgel, die trotz mancher Unbilde nahezu vollständig erhalten ist, einschließlich der originalen Holzpfeifen.
Zugänglich ist die Kapelle im über eine Freitreppe erschlossenen Obergeschoss des Schlossgebäudes. Das Instrument schuf Johann Andreas Hofmann aus Neustadt bei Coburg 1794. Es verfügt über sieben klingende Register auf einem Manual und Pedal und besitzt einen fünfachsigen Prospekt mit zwei flankierenden Rundtürmen. Deren gerundete Deckelbretter sind mit hölzernen Pfeifen besetzt und sollen durch eine Silberauflage Metallpfeifen imitieren.

Schlosskapelle und Orgel, die sich im Privatbesitz der Familie Callens von Seckendorff befinden, sind zu bestimmten Anlässen öffentlich zugänglich. „Das Konzert am Dreikönigstag gehört zu den beliebtesten der Ebnether Konzertreihe, da die kleine Kapelle ausschließlich mit Kerzen beleuchtet wird und den Besucher – in Verbindung mit dem Klang der historischen Orgel – in eine längst vergangene Zeit entführt,“ schrieb das Obermain-Tagblatt noch am 3. Januar diesen Jahres.

Die Orgel in Schloss Ebneth in Burgkunstadt gehört zu den über 200 Projekten, die die Denkmalschutz Stiftung in Bonn dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

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