Kloster Großcomburg: Ausflugsziel im Juni im idyllischen Kochertal

Hoch über dem Kochertal erhebt sich majestätisch das Kloster Großcomburg. Jetzt im Juni, wo sich das Kochertal in seiner ganzen grünen Pracht präsentiert, ist das Kloster ein besonders beliebtes Ausflugsziel. Von Schwäbisch Hall aus lässt sich ein traumhafter Spaziergang hierher unternehmen – gut ausgeschildert durch die grüne Landschaft. Die kleine Wanderung lässt sich gut mit einem Besuch der romanischen Kleincomburg verbinden, die auf einem Hügel gleich neben der großen Comburg liegt.

Wanderung durch eine reizvolle Landschaft

Schon von Weitem ist das Kloster Großcomburg zu sehen: Das imposante Monument liegt hoch über dem Kochertal auf einem Bergrücken bei Schwäbisch Hall. Die stolzen Türme stammen noch von der Klosterkirche des Mittelalters. Gerade im Frühsommer lohnt sich ein Spaziergang durch die reizvolle Landschaft des Kochertals von Schwäbisch Hall zum Kloster Großcomburg. Dabei lässt sich auch gleich ein weiterer architektonischer Höhepunkt entdecken: Die Kleincomburg, eine weitgehend erhaltene romanische Klosterkirche, liegt in Sichtweite der Großcomburg und überrascht mit ihrer farbenkräftigen Ausmalung.

Ein monument als Zeugnis von Generationen

Das Benediktinerkloster Großcomburg wurde im 11. Jahrhundert gegründet. Weithin sichtbar sind die drei Türme der romanischen Klosterkirche. Ein weiteres ungewöhnliches Gebäude aus dem Mittelalter ist die Sechseckkapelle, ein kleiner Kirchenbau, dessen Zweck bis heute Rätsel aufgibt. Über die Jahrhunderte hinweg wurde das Kloster immer weiter um- und ausgebaut. So veränderte die Comburg im 16. Jahrhundert unter dem baulustigen Propst Erasmus Neustetter ihre Ansicht. Er ließ die mächtige Ringmauer mit Wehrgang rund um den Berggipfel errichten. Im 18. Jahrhundert entstand der markanteste Neubau, die barocke Stiftskirche.

Besondere Schätze aus vergangenen Zeiten

Die größten Schätze von Kloster Großcomburg sind der berühmte Radleuchter und das Antependium in der Kirche, beides einzigartige Stücke europäischer Goldschmiedekunst. Der Radleuchter, vor 900 Jahren entstanden, stellte für den Auftraggeber Abt Hartwig ein Bild des Paradieses dar. Der riesige Leuchter ist reich geschmückt mit Ornamenten, Figuren und Reliefs. Das goldfunkelnde Antependium, eine Altarverkleidung mit Edelsteinen und Emaille-Arbeiten, ist das Feinste, was sich in Baden-Württemberg an Goldschmiedearbeit aus jener Zeit erhalten hat. Die Tafel zeigt das Jüngste Gericht – Christus als Weltenrichter, umgeben von den zwölf Aposteln.

Kloster Großcomburg

 

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