Burg Stolpen gedenkt der Gefangennahme der Gräfin Cosel

Am 24. Dezember 1716 wurde die Gräfin Cosel auf Burg Stolpen gefangengenommen und eingesperrt. Sie verbrachte den Rest ihres Lebens in Gefangenschaft. Im Rahmen des Jubiläumsjahrs sind auf Burg Stolpen neben einem neuen Führungsangebot auch etliche Aktivitäten geplant.

Die adelige Dame war die Mätresse August des Starken und hatte drei Kinder mit ihm. Sie soll nicht nur sehr schön, sondern auch intelligent, hochmütig und aufbrausend gewesen sein und hat sich am Hof des Königs sehr unbeliebt gemacht, weil sie etliche Intrigen und Verfehlungen der Minister aufdeckte. Als Folge ihrer Einmischung in die Politik bei Hofe, fiel sie schliesslich auch beim August dem Starken in Ungnade und wurde erst verbannt und am Ende auf Burg Stolpen gefangen genommen. Wo sie nach unglaublichen 49 Jahren verstarb.

Bereits seit dem letzten Jahr gibt es eine neu gestaltete Ausstellung, die sich dem Leben der Gräfin Cosel widmet:

„Lebenslänglich Stolpen. Der Mythos Cosel“. Besucher erfahren hier mehr über das Leben der adligen Damen, ihren Aufstieg und erzählt die Geschichte ihres Scheiterns.

Ab Mai können dann die Burganlage, ihre Geschichte und ihre bekanntestes Bewohnerin von den Besuchern ganz neu entdeckt werden. Unter anderem ist eine App geplant, die Besucher mit Informationen über die Gräfin und die Burg versorgt.

Von Juni bis August wird es eine neue Sonderausstellung zum Thema „Frau!“Macht!Mann!“ zu sehen geben. Und im Rahmen des Sommerkinos sind Filmvorführungen mit den ersten beiden Teilen eines Filmepos nach Motiven der „Sachsentrilogie“ des polnischen Schriftstellers Jozef Ignacy Kraszewski geplant, die sich mit dem Augustinische Zeitalter und dem Schicksal der Gräfin Cosel beschäftigen.

Zur Webseite von Burg Stolpen

 

 

 

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