Burg Ottenstein – Wittlich entdeckt seine mittelalterlichen Wurzeln

In den Jahren 2008 und 2009 nahm das Rheinische Landesmuseum Trier umfangreiche Ausgrabungen rund um die spätmittelalterliche Anlage in Wittlich vor. Die Ergebnisse aus diesem Projekt sind in einem 38-seitigen Sonderdruck der Trierer Zeitschrift zusammen gefasst, der kostenlos in der Stadtbücherei und bei den Buchhandlungen der Stadt erhältlich ist.

Von der kurfürstlichen Residenz aus dem 15. Jahrhundert, die 350 Jahre lang das Stadtbild prägte, sind heute nur noch wenige Reste erhalten. Die Burg Ottenstein wurde gebrandschatzt, brannte ab und ihre Reste wurden teilweise für den Bau der Schlossgalerie verwendet. Bei den Ausgrabungen konnten die Archäologen jetzt interessante Erkenntnisse über die damalige Ausstattung der Burg und ihre Verteidigungsanlagen sammeln – auch was den spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Festungsbau angeht. So wurden die Fundamente eines sieben Meter breiten, fünfeckigen Bollwerks entdeckt, ein für die Festungsforschung enorm wichtiger Fund.

Auch eine Wasserrückhaltekammer, die bei den Grabungen entdeckt wurde, gibt Auskunft über die Wassertechnik, die im Mittelalter verwendet wurde. Die noch erhaltenen Kellerräume wurden allerdings bei späteren Bauarbeiten zerstört und so zeigen nur noch Fotos und Aufzeichnungen, wie die Fundamente von Burg Ottenstein ausgesehen haben – was den Sonderdruck um so interessanter macht.

In Zukunft wird der Grundriss der Burg in Zukunft auf dem Kurfürstenplatz sichtbar sein.

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