Burg Hohennagold aus Dornröschenschlaf erwacht

Nachdem die Anlage lange Jahre ein eher tristes Dasein gefristet hat, hat sich die Burgruine Hohennagold schon während der Landesgartenschau im Jahr 2012 zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Und auch jetzt zieht es immer mehr Besucher zu der Burganlage, die bereits in keltischer Zeit und im Mittelalter eine wichtige Rolle gespielt hat.

Die Burg Hohennagold stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde von den Grafen von Tübingen erbaut und in den Wirren und Kämpfen des 30jährigen Krieges 1645 durch bayrische Truppen und ein Feuer zerstört.

Der im Jahr 1877 wieder errichtete Wehrturm wird jeweils am ersten und vierten Sonntag eines Monats geöffnet. Die Attraktion auf der Aussichtsplattform ist eine Äolsharfe, die bei entsprechendem Wind zu klingen beginnt.

Wer zunächst den Burgberg und dann den Aussichtsturm erstiegen hat, wird durch einen wunderbaren Ausblick auf das Nagoldtal, den Schwarzwald und die Schwäbische Alb belohnt. Der Bergfried kann nur von aussen besichtigt und nicht bestiegen werden.

Geblieben ist nach der Gartenschau das Bürgertheater, in dem in diesem Jahr das Bühnenstück „Hildegard – eine Liebesehe im frühen Mittelalter“ zur Aufführung kam. Die Dame Hildegard stammte aus der Gegend von Nagold und war die dritte Ehefrau Karls des Großen – der ja grade in Aachen in einer grossen Ausstellung gefeiert wird. Darüber hinaus finden in der Anlage regelmässig Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen statt. Und alle zwei Jahre wird das Keltenfest in der Ruine veranstaltet.

Und am Wochenende kann man sich dann im nahegelegenen Pavillon mit Verpflegung versorgen und vom Aufstieg erholen.

Weitere Informationen auf der Webseite der Stadt Nagold

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