Burg aus der Bronzezeit bei Wittenberg entdeckt

Rund 3000 Jahre sollen die Überreste einer Burganlage alt sein, die ein deutsch-polnisches Grabungsteam in Kemberg, Landkreis Wittenberg, entdeckt hat. Die Forscher sind auf Balken gestossen, die der Befestigung des Burgwalls gedient hatten und die von der sumpfigen Umgebung konserviert wurden. Mit Hilfe von Proben der Hölzer soll das genaue Alter der Anlage ermittelt werden. Es wird davon ausgegangen, dass das Burggelände rund 1,5 Hektar umfasste und Wohnraum für 1500 Menschen bot.

Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Sachsen-Anhalt stuft den Fund als sehr bedeutend ein, wenn es um die Erforschung von vorgeschichtlichen Burgen in Mitteldeutschland geht.

Bei den Ausgrabungen wurden Funde aus der Bronze- und frühen Eiszeit entdeckt sowie aus dem 16. Jahrhundert. Die Archäologen gehen davon aus, dass sich an diesem Platz verschiedene Verkehrswege gekreuzt haben müssen, die für den Transport von Salz und Kupfer aus der Region genutzt wurden.

Die Forscher gehen auch davon aus, dass es kriegerische Auseinandersetzungen rund um die Burg gab und sie ein gewaltsames Ende gefunden hat.

Die Ausgrabungsprojekt wird von einem polnisch-deutschen Team begleitet, das aus 15 Wissenschaftlern sowie Studenten aus Polen und der Universität Halle besteht.

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