Schloss Rheinsberg: Ausstellung „Friedrich ohne Ende“

Ausstellung vom 4. August bis 28. Oktober 2012 im Schloss Rheinsberg, Museum und Galerie des Kurt Tucholsky Literaturmuseums, mit Einweihung des restaurierten Spiegelsaals.

Anlässlich des 300. Geburtstags Friedrichs des Großes würdigen die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und das Kurt Tucholsky Literaturmuseum (KTL) mit maßgeblicher Unterstützung des Kunst- und Kulturvereins Rheinsberg e. V. in einem ersten gemeinsamen Ausstellungsprojekt den Jubilar mit ausgewählten Exponaten in der authentischen Atmosphäre von Schloss Rheinsberg.

Schloss Rheinsberg, Seeblick
Schloss Rheinsberg; (c) SPSG / Hans Bach

Im Mittelpunkt der Präsentation „Friedrich ohne Ende“ stehen die Rheinsberger Jahre des Kronprinzen, der Rheinsberg als seinen eigentlichen Geburtsort bezeichnete, sowie seine Nachwirkungen bis in die Gegenwart.

Im Rahmen der Ausstellung kann außerdem der restaurierte Spiegelsaal als großes Rheins-berger Geschenk an den Jubilar wieder besucht werden. Seine Restaurierung wurde ermög-licht mithilfe der großzügigen Unterstützung der Kulturstiftung der Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten aus Mitteln der Museumsshop Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten GmbH.

Vier Präsente für Friedrich den Großen:
Im ersten Teil der Ausstellung reflektieren vier Präsente für Friedrich den Großen in den friderizianischen Räumen des Schlosses die Kronprinzenzeit des späteren Regenten und zeigen ihn als Bauherrn, Ehegatten, Visionär und Strategen sowie als Gartenfreund.

Das erste Präsent namens „Bauherr“, dargebracht im Bacchuskabinett, gilt Friedrich und sei-nem Architekten Knobelsdorff. „Ehegatte“, das zweite Präsent, geht im Vorsaal auf das Verhältnis von Friedrich und Elisabeth Christine ein. Unter dem Titel „Visionär und Stratege“ erinnert das dritte Präsent in der Bibliothek an die Entstehung des Antimachiavell. Der Ausstellungsteil „Remusberg“ schließlich ist im Billardsaal dem Thema „Friedrich und der Garten“ gewidmet.

Den vier Themenkreisen wird eine kleine Auswahl von originalen Exponaten zugeordnet, die mit dem Wohnort des Kronprinzenpaares in enger Verbindung stehen und sich teilweise seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr in Rheinsberg befanden. Dazu zählen Skizzen des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, frühe Malstudien der Kronprinzessin Elisabeth Christine, aber auch ein Brief an Voltaire, den Friedrich in Rheinsberg verfasste. Die ausgewählten Exponate werden mit zeitgenössischen Zitaten kommentiert.

Der Spiegelsaal:

Der Spiegelsaal; (c) SPSG / Detlef Fuchs
Zur authentischen Atmosphäre der Ausstellung tragen außerdem die jüngsten Restaurierungserfolge bei. So präsentiert sich der Vorsaal (Rittersaal) der Kronprinzessin seit 2010 wie-der im Zustand von 1740. Pünktlich zum Friedrichjubiläum wurde auch der Spiegelsaal durch die im Herbst 2010 eingeleitete und im März 2012 beendete umfassende Restaurierung wieder der ursprünglichen Raumgestaltung angenähert.

Erstmals können Besucher nun ein Raumerlebnis nachempfinden, wie es der eben gekrönte Friedrich bei seiner Rheinsberger Hofhaltung im Herbst 1740 selbst erlebt haben dürfte.

Der Kronprinz in Rheinsberg – eine Wirkungsgeschichte:
Der zweite Teil der Ausstellung „Friedrich ohne Ende“ widmet sich in den Galerieräumen des Tucholsky-Museums der Bedeutung Friedrichs für Rheinsberg. Anhand zahlreicher Exponate wird die regionale Wirkungsgeschichte des Kronprinzen in Rheinsberg in fünf Themenfeldern rekonstruiert: Der Kronprinz als Tourismusmarke, in der Bildgeschichte, in der Literatur, im Format regionaler Festspiele und in der Schule.

Öffnungszeiten:
täglich außer Montag, 10-18 Uhr Letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließzeit
Eintritt: 6 Euro / ermäßigt 5 Euro / Familienticket 8 Euro (2 Erwachsene, max. 3 Kinder).
Der Eintritt in die Ausstellung ist im Schlossticket enthalten.

Weitere Informationen:
www.spsg.de
www.friederisiko.de
www.tucholsky-museum.de
www.kronprinz-friedrich.de

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