Castello di Monselice

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Das Schloss und der Hügel von Monselice

Wenn man sich der Stadt Monselice nähert, sieht man schon von weitem eine Turmruine auf dem Gipfel des Hügels „Rocca“. Die Erhebung ist den Euganeischen Hügeln (den Colli Euganei) vorgelagert, einem Naturpark in der Region Venetien, südwestlich von Padua. Der Rocca bietet einige ganz ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten.

Der Wachtturm, der den Gipfel beherrscht gehört zur Festungsanlage „Mastio Federiciano“, die im Jahre 1239 auf den Fundamenten einer Kirche aus dem 10. Jahrhundert angelegt wurde – auf Wunsch des Kaisers Friedrich II. von Schwaben.

Turmansicht, von unten

Die Anlage kann heute noch zu bestimmten Zeiten besichtigt werden.

Das Schloss von Monselice befindet sich am Fuss des Berges und der Gebäudekomplex besteht aus vier Teilen, die zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert entstanden sind. Die ältesten Bereiche des Schlosses, genannt die „kleine Burg“ sowie das angrenzende „Romanische Haus“ stammen aus dem 11. Und 12. Jahrhundert. Der dritte Gebäudeteil ist der imposante Ezzelino-Palast aus dem 13. Jahrhundert, der vorallem als Verteidigungsanlage diente. Ezzelino III da Romano, der Auftraggeber für den Bau, war der Stellvertreter von Kaiser Friedrich II.

Im Jahr 1405 wurde Monselice von der Serenissima der Republik Venetien erorbert und die Anlage ging in den Besitz der Adelsfamilie Marcello über, die durch einen gotisch-venezianischen Palast den Ezzelino Palast mit den beiden ältesten, romanischen, Teilen des Schlosses verband.

Später wurden die Innenräume des mittelalterlichen Ezzelino Palastes verändert und das Gebäude zu einer venezianischen Villa umgebaut.

Der Palas mit dem Familienwappen

Im 18. und 19. Jahrhundert begann der Verfall der Schloss-Anlage. Fast zerstört wurde der Gebäudekomplex im ersten Weltkrieg, als das Italiniesch Königliche Heer sein Hauptquartier hier aufschlug und das Schloss im Jahr 1919 total verwüstet hinterliess. Erst durch die Übernahme des Besitzes durch die Familie Cini wird eine neue Epoche eingeleitet.

Mit dem Gedanken, den Besuchern eine Reise in die Vergangenheit zu bieten, leitet Graf Cini im Jahr 1935 umfangreiche Renovierungsarbeiten ein. Er war als Kunstliebhaber bekannt und stattete die Räume mit wertvollen Möbeln, Gemälden, Teppichen und Musikinstrumenten im gotischen und Renaissance-Stil aus. Sehenswert ist auch die umfangreiche Waffensammlung.

Nach dem Tod des Grafen ging das Schloss im Jahre 1981 in den Besitz der Region Veneto über und dient zusammen mit dem Antiquarium Longobardo und dem Mastio Federiciano als Kunst- und Kulturzentrum.

Aufgang mit Säule

Nach der Besichtigung des Schlosses führt der Weg den Hügel hinauf, an der Villa Nani-Moncenigo vorbei. Das Gebäude aus der Spätrenaissance ist von einer hohen Mauer umgeben, auf der zahlreiche Zwerge (=Nani) wachen. Besonders beeindruckend ist der Garten mit einem monumentalen Treppenaufstieg.

Klettert man weiter, gelangt man zum „alten Dom“ von Monselice, dessen Glockenturm bereits im Jahr 1200 errichtet wurde. Im Innern findet man einige kostbare Kunstwerke, wie zum Beispiel die Madonna dell’umiltà und ein Tafelbild aus der venezianischen Schule des 15. Jahrhunderts. Einer der Domherren war der berühmte Dichter Francesco Petrarca.

Wenn man weiter durch die Porta Romana geht, beginnt hier der mit Kopfsteinen gepflasterte Wallfahrtsweg der sieben Kirchen, der vorbei an sechs Kapellen zur Kirche von San Giorgio führt. Im Jahr 1651 wurden einige christliche Märtyrer aus Rom überführt und liegen nun aufgebahrt und über und über geschmückt in Glas-Särgen in der Kirche.


Il Castello di Monselice

Via del Santuario n. 11
35043 Monselice (PD)
ITALIA

Tel. & Fax (+39) 0429/72468
roccadimonselice@pec.it

Das Schloss von Monselice ist täglich von März bis November geöffnet, Montag ist Ruhetag.

Die Besichtigung des Schlosses ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Gruppenführungen (ab 25 Personen) sind nach Vereinbarung ganzjährig möglich genauso wie Nachtführungen in den Sommermonaten.

Führungszeiten

Winterzeit:
9.00 – 10.00 – 11.00 Uhr
14.00 – 15.00 – 16.00 Uhr

Sommerzeit:
9.00 – 10.00 – 11.00 Uhr
15.00 – 16.00 – 17.00 Uhr

Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 6 €, für Schüler von 6 bis 14 Jahren 4 €.

Mehr Infos über die Region und Hilfe bei der Suche nach Unterkünften bietet diese Webseite:
www.padovamedievale.it/info/monselice/de


Radisson Blu Resort, Terme di Galzignano

Radisson-Blu-Resort_Terme-di-Galzignano_001Viale delle Terme, 84
35030 – Galzignano Terme (Padova)
Italien

Telefon + 39 (049) 9194151
http://www.radissonblu.de/resort-termedigalzignano

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Weitere Unterkünfte

Es gibt ganz unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten, da es vorallem in Abano Terme eine Fülle von Hotels gibt, in denen man die warmen Quellen geniessen kann. Wer sich jedoch aus dem Trubel des Kurbetriebs zurück ziehen und die Ruhe der Euganeischen Hügel geniessen will, findet verschiedene private Unterkünfte. Hier nur zwei Beispiele:

Azienda Agricola Zattarin – Il Castagnetto

Hier gibt es nicht nur eine Ferienwohnung mit einem wunderbaren Ausblick auf die Ebene, sondern man kann auch die Produkte der Farm erwerben, die auf dem vulkanischen Boden der „Colli Euganei“ erwirtschaftet werden. Dazu gehören neben Wein auch Olivenöl und verschiedene Honigsorten. Wir haben uns besonders über den Rotwein gefreut: Barrique-Ausbau und sieben Jahre gelagert.

www.agriturismoilcastagneto.it

Il Bucaneve

Die Familie Cristofanon hat das Bucaneve aus einer ehemaligen Landresidenz umgebaut und bietet heute in einer ruhigen Umgebung und wunderbaren Landschaft Zimmer, die nach ihrer früheren Nutzung benannt sind: Schafstall, Hühnerstall, Kornkammer, Keller, Beet und Obstgarten.

www.ilbucaneve.it/

Essen & Trinken

Trattoria Monticello

Ebenfalls zur Familie gehört die Trattoria Monticello. Mama kocht, Papa steht hinter der Theke und die Tochter kümmert sich sehr nett um die Gäste. Und mit ein bisschen Italienisch, ein wenig Deutsch und Englisch kann man sich hier gut verständigen und bekommt ein sehr leckeres Essen, viele lokale Spezialitäten und sehr guten Wein.

www.trattoriamonticello.it/

Weitere Sehenswürdigkeiten

Die Euganeischen Hügel, die sich gleich hinter Abano Terme aus der Ebene erheben, bieten jede Menge wunderbare Sehenswürdigkeiten und kulinarische Spezialitäten, für deren Entdeckung man sich Zeit nehmen sollte. Hier einige Highlights und Schätze, die wir entdeckt haben:

Benediktinerabtei Santa Maria Assunta di Praglia

Die Abtei von Praglia liegt gleich am Fusse der Euganeischen Hügel, an einer sehr alten Straβe, die einst nach Este führte. Ihr Name entstand in Anlehnung an die Ortsbezeichnung Pratalea – eine Ortschaft, die von Wiesen umgeben ist. Die Abtei blickt zurück auf eine beinah tausendjährige, teils wechselhafte, Geschichte.

Gegründet wurde das Kloster im 11. und 12. Jahrhundert durch eine Grafenfamilie aus Vicenza: Maltraverso di Montebello. Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Abtei Mitte des 15. Jahrhunderts, als das Klostergebäude gegen den heutigen Abteikomplex ersetzt wurde. Hier werden jetzt Elemente der Spätgotik und Frührenaissance vereint.

Für Gäste, die einige Tage das Leben im Kloster oder eine Zeit der Zurückgezogenheit geniessen wollen, bietet die Abtei auch Übernachtungsmöglichkeiten. Auch Selbstversorgergruppen finden hier eine Unterkunft.

Ganz besonders hat uns der Klosterladen gefallen, dessen Besuch sich nach der Besichtigung der Abtei auf jeden Fall lohnt!

Mehr Informationen findet man auf der Webseite der Abtei: www.praglia.it

Azienda Agricola Zattarin – Il Castagnetto

Das Il Castagnetto hatten wir schon bei den Übernachtungsmöglichkeiten erwähnt, aber ein Besuch lohnt sich auch für diejenigen, die sich mit lokalen Spezialitäten versorgen möchten. Aus eigener Produktion und von den vulkanischen Böden der „Colli Euganei“ gibt es zu sehr günstigen Preisen: Wein, Olivenöl und verschiedene Honigsorten. Wir haben uns besonders über den Rotwein gefreut: Barrique-Ausbau und sieben Jahre gelagert.

Die Dame des Hauses hat russische Wurzeln, wurde in Deutschland geboren, spricht natürlich Italienisch und etwas Englisch. Die Verständigung ist also gar kein Problem!

www.agriturismoilcastagneto.it

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