Villerouge-Termenès

Aussenansicht Château Villerouge-Termenès

Geschichte von Château Villerouge-Termenès

Einer der Wehrtürme

Die trutzige Burg, ca. 50 km südöstlich von Carcassonne, ist ein perfektes Beispiel gelungener Militär-Architektur. Sie steht inmitten des gleichnachmigen Dorfes und ist heute vollständig renoviert. Die Anlage verfügt über einen rechteckigen Grundriss und die Wehrmauer wird von 4 Ecktürmen begrenzt.

Auf der Mauer verläuft ein Rundgang, von dem aus man die Aussicht auf den Fluss Le Lou geniessen kann. Nach aussen hat die Burg keine Fenster, lediglich einige Schiess-Scharten, was den etwas finsteren Eindruck noch verstärkt.

Das Anwesen war die Sommerresidenz der Erzbischöfe von Narbonne. Sie waren die Lehnsherren über Dorf und Burg und damit gehörte es zu ihren Aufgaben, die Zehntsteuer von den Bauern einzuziehen. Aus diesem Grund hatte einer ihrer Verwaltungsbeamten seinen Sitz auf Villerouge-Termenès.

Erstmals erwähnt wurde die Anlage Anfang des 12. Jahrhunderts und von dieser Zeit bis zur Französischen Revolution blieb sie im Besitz der Bischöfe. In diesem Zeitraum wurde sie jedoch mehrals besetzt oder annektiert.

Innenansicht mit Ritter

So wurde sie gleich in ihrer Anfangszeit von Pierre de Peyrepertuse besetzt und er verwendete sie als Mitgift für seine Tochter bei deren Heirat mit Pierre Olivier von Termes.

Erst nachdem Papst Pascal II. Erzbischof Richard den Besitz bestätigte, wurde sie von der Familie von Termes widerwillig wieder zurück gegeben.

Auch zu Zeiten der Kreuzfahrer wurde die Anlage von Simon de Montfort annektiert und im Jahr 1227 auf Druck von Papst Honorius III. wieder an seine rechtmässigen Eigentümer zurück gegeben.

Im 13. und 14. Jahrhundert gehörte es mit zu den Aufgaben der Burg, den katholischen Glauben gegen die Katharer und Albigenser zu schützen.  So starb hier am 24. August 1321 der letzte Vollkommene Katharer, Bélibaste, auf dem Scheiterhaufen.

Der Schildwall

Nach der Französischen Revolution verlor der Adel seine Rechte und Besitztümer und so nutzten nur einige ärmere Familien die Burg bis in die 1980er Jahre als Wohnraum. Umfassend restauriert wurde die Burg nach dem die Gemeinde das Anwesen in den 1990er Jahren erworben hatte.

In der Burg befindet sich ein kleines Museum und es gibt eine Audio-Führung mit dem Titel „Die Welt des Guilhem Bélibaste, des letzten Vollkommenen der Katharer“. Sie vergleicht die beiden Schicksale des Katharers Bélibaste und des Erzbischofs Bernad de Fages im 14. Jahrhundert.

Auf dem Rundgang findet man kostümierte Puppen, die Alltagsszenen der damaligen Zeit nachstellen und audio-visuelle Animationen, die die Besucher in die Zeit von vor 700 Jahren zurück versetzen.

Die Burg steht seit 1976 unter Denkmalschutz.

(c) Bilder: Martin Momper – besten Dank =)

Château Villerouge-Termenès

11330 Villerouge-Termenès
Dép. Aude
Frankreich

Telefon: +33(4)68700911

chateau.villerouge@wanadoo.fr

Öffnungszeiten in 2013:

Im Januar komplett geschlossen
Im März an Wochenenden geöffnet: 10–17 Uhr

April bis Juni und
1. September bis 15. Oktober:
10–13 Uhr und 14–18 Uhr

an Wochenenden: ganztags geöffnet

Juli und August: 10 – 19.30 Uhr

16. Oktober bis Mitte Dezember
(an Wochenenden, Ferientagen): 10 – 17 Uhr

Herbstferien (19. Oktober – 3. November 2013): 10 – 13 Uhr und 14 – 17 Uhr

Letzter Eintritt:
eine Stunde vor Schliessung

Eintrittspreise (inkl. Audio-Guide)

Erwachsene: 6 €
Kinder (6 – 15 Jahre): 2 €
Reduzierter Eintritt mit Katharer-Pass*: 5 €

* Mehr zum Katharer-Pass und zu dem Land der Katharer finden Sie bei den Tipps

Anfahrt:

D3 bis Lagrasse, dann  D23
15 Min. von Lagrasse entfernt, 15 Min. von Termes und 30 Min. von Fontfroide

Essen & Trinken

Mittelalterliche Braterei

In einem Burgflügel befindet sich die „Mittelalterliche Braterei“, in der man Gerichte nach orginalgetreuen Rezepten aus dem 13., 14. und 15. Jahrhundert serviert.

Wir hätten gerne berichtet, was es für Gerichte gibt und wie das Essen schmeckt, wir wurden aber aus einem völlig leeren Restaurant hinaus komplimentiert, da wir kein komplettes Menü bestellen wollten, sondern uns ein Snack gereicht hätte.

Also: Wer hier essen möchte, muss grossen Hunger mitbringen, sonst wird er an den Gasthof im Dorf verwiesen!

Der Katharer-Pass

Der Pass zum Katharerland kostet 2 € und bietet ermässigte Eintrittspreise für eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten. Kinder erhalten mit dem Pass kostenlosen Eintritt.

Mehr Informationen über eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten im Katharer Land finden Sie hier:
http://www.payscathare.org/de/pass-der-sehenswurdigkeiten

Association des Sites du Pays Cathare
14, rue du 4 septembre
11 000 Carcassonne
France

Tel : 00 33-(0) 4 68 11 37 97
Fax : 00 33-(0) 4  68 11 37 96

info@payscathare.org

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