Lanhydrock

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Über Lanhydrock

Lanhydrock ist das perfekte Countryhaus mit dem Ambiente eines wohlhabenden, aber unprätentiösen Familienheimes. Die Küche, Kinderstube und Dienstbotenquartiere offenbaren einen Einblick in das Leben der Angestellten, während die luxuriösen, eleganten Esszimmer und geräumigen Schlafzimmer das Leben der Herrschaft zeigen.

Lanhydrock war lange Zeit im Besitz des Priorats von St Petroc in Bodmin. Nach der Auflösung der Klöster war Lanhydrock in Besitz der Familien Glynn, Littleton und Trenance, bevor Richard Robartes das Anwesen im Jahr 1621 erwarb.

Richard wurde als der „reichte Mann im Westen“ angesehen nachdem er ein Vermögen und Land von seinem Vater John geerbt hatte. Nach seinem Tod im Jahr 1635 erbte sein Sohn John, ein überzeugter Puritaner den Besitz.

In den 1650ern verbrachte er einige Zeit auf dem Anwesen, von wo er die Hinrichtung Charles I im Jahr 1649 ablehnend beobachtete. Nach der Restauration der Monarchie wurde in den Privy Council (Kronrat) berufen und 1679 zum Earl of Radnor erklärt John starb in London im Jahr 1685 nach einem erfolgreichen politischen Leben. Lanhydrocks Bibliothek, heute in der Gallery zu sehen, besteht zu einem großen Teil aus seiner Sammlung von werken über Theologie, Geschichte, Politik und Wissenschaften.

John Robartes überlebte seinen direkten Erben, dass Erbe fiel an seinen Großsohn Charles Bodville Robartes, welcher aber nur wenig Zeit in Lanhydrock verbrachte, ebenso sein Nachfolger Henry. Beide vernachlässigten Lanhydrock während der 56 Jahre, die es in ihrem Besitz war, sodass ein Besucher im Jahr 1736 von einem verwahrlosten Gesamteindruck berichtete.

Nach dem Tode Henrys im Jahr 1741 ging der Besitz an seine Schwester Mary Vere Robartes. Auch sie kam nur selten nach Lanhydrock und in einem Brief aus dem Jahr 1754 erwägt sie das Haus einreißen zu lassen und alles zu erkaufen. Sie schätzt das Anwesen auf einen Wert von £110,000. Marys ältester Sohn, George Hunt erbt das Haus im Jahr 1758. Wie seine Vorfahren lebt er nur selten in Lanhydrock. Trotzdem modernisierte er das Haus, riss den Ostflügel nieder und erwarb
neue , moderne Einrichtung. Nach seinem Tod ging das Anwesen an seine Nichte Anna Maria Hunt.

Lanhydrock war zwar nicht ihr Hauptwohnsitz, aber sie widmete ihm trotzdem ihre Aufmerksamkeit. Innerhalb kürzester Zeit musste sie viele persönliche Tragödien erleben, 2 ihrer Söhne und ihr Ehemann starben. Sie blieb Witwe für die nächsten 50 Jahre und tat alles um Lanhydrock zu einem Zuhause für ihren einzig überlebenden Sohn Thomas zu machen.

Thomas James Agar heiratet die Erbe einer großen cornischen Familie, Juliana Pole-Carew. Sie hatten ein nur ein Kind, Thomas Charles Agar-Robartes. Thomas James setzte die karitative Arbeit seiner Mutter für die Bergleute fort und galt als „des armes Mannes Freund“.
Er ließ auch viele Arbeiten am Herrenhaus ausführen.

Im Jahr 1881 brach ein großes Feuer im Haus aus, welches viele der Restaurationen zerstörte. Obwohl Thomas James und seine Frau Juliana dem Feuer entfliehen konnten, starb Juliana eine Woche später, wahrscheinlich an den Folgen einer Rauchvergiftung und Schock. Ihr Ehemann erholte sich nie wieder von seinem Verlust und starb ein Jahr später, man sagt an gebrochenem Herzen.

Ihr Sohn Thomas Charles und seine Frau Mary übernahmen das Anwesen und gestalteten das jakobinische Gebäude im viktorianischen Stil neu. Es wurden nicht nur die Räume in reichen Farben und Stoffen dekoriert, es wurde auch eine moderne Küche installiert. Aufgrund des Brandes hatte der Feuerschutz hohe Priorität.

Das Anwesen blieb bis 1953 im Besitz der Robartes Familie und wurde dann dem National Trust übergeben.[/tab]

Lanhydrock Castle
Bodmin
Cornwall PL30 5AD
England

Tel: 0044-(0)1208-265950

Garten
Der Garten besteht aus mehreren, unterschiedlichen Bereichen. Die formalen Strukturen mit Buchsbaumhecken und in Form geschnittenen Eiben, die das Haus umgeben, kontrastieren mit dem mehr natürlichen Pflanzdesign dahinter.
Während die Gartengestaltung und die Pflanzungen von Waldbäumen, Rhododendren und Kamelien typisch viktorianisch sind, wurde das Design kontinuierlich weiterentwickelt bis in die heutige Zeit mit einer bedeutenden Magnoliensammlung.

Öffungszeiten
Park: 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr (außer montags)
Gebäude 11:00 Uhr bis 17:30 Uhr (außer montags)

Das Haus öffnet während der Schulferien auch montags. (s. Website)
Geschlossen am 25. und 26. Dezember

Preise (Stand 05/2012)
Erwachsen : £10.70
Kinder : £5.30

Anfahrt:
Ab der A30 ausgeschildert, A38 Bodmin nach Liskeard, und B3268 Ausfahrt A390 in Lostwithiel

Restaurants : ja
Souvenirshop : ja
Audiotour: k.A.

Besonderheiten:
Für Musiker gibt es die Möglichkeit den Flügel in der Long Gallery zu bespielen.
Es gibt einen Abenteuerspielplatz für Kinder

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