Eringerfeld, Schloss


Steinhauser Straße 8
59590 Geseke
Nordrhein-Westfalen
Deutschland

Zur Webseite von Schloss Eringerfeld

Telefon: +49-(0)2954-90-0


Geschichte von Schloss Eringerfeld

In einsamer Lage, zwischen dem nördlich verlaufenden Hellweg und dem Haarstrangkamm im Süden, befindet sich das große Barockschloß Eringerfeld. Es gab wohl schon eine ältere Siedlung „Erjerinkhusen“, die 1280 und 1353 erwähnt wurde, nach der sich ein Herrengeschlecht benannte.

1395 wurde der Gutshof der Herren von Erkerinkhusen geteilt und verkauft. Nach vielen weiteren Verkäufen und Aufteilungen ordnete und teilte die Familie v. Hörde 1529 ihren Besitz in Störmede, Boke, Schwarzenraben und Eringerfeld auf. Christoph v. Hörde, dem Eringerfeld zufiel, begründete dort die Linie v. Hörde zu Eringerfeld.

Ein Brand scheint 1660 Teile der älteren Burg oder des Gutshofes vernichtet zu haben. 1661 war die Kapelle durch eine Stiftung Georg v. Hördes, der Kanoniker in Hildesheim war, wieder aufgebaut worden. 1676 wurde der Neubau des Schlosses veranlasst.

1781 starb der Freiherr Franz Ludolf Joseph v. Hörde zu Eringerfeld kinderlos. Seine Witwe übertrug Eringerfeld auf ihre Stieftochter Marie Cunigunde v. der Decken, die Friedrich Clemens Freiherrn v. Ketteler heiratete und Eringerfeld 1922 an ihre Enkel Wilderich Freiherrn v. Ketteler weitergab.

In den 60er Jahren suchte Herr Kirchner, von Haus aus Betriebswirt und Besitzer von 3 Privatschulen, ein großes Haus. Er fand es mit Schloß Eringerfeld. Herr Kirchner sah mehr die große Fläche, Frau Dr. Kirchner das schöne frühbarocke Schloß und dessen sehr maroden Zustand.

Als die Familie v. Ketteler das Schloss verlassen hatte, war es schnell dem Verfall preisgegeben und in der Zeit des Nationalsozialismus wurden zwangsweise holländische Missionare einquartiert. Die deutsche Jesuitenprovinz richtete in Büren ihre theologische Fakultät ein. Das Noviziat kam nach Eringerfeld. Dort gab es keinerlei Komfort.

Beim Einzug der Familie Kirchner im Jahre 1964 hatte sich nichts geändert. Aber die dreiviertel Meter dicken Mauern waren stabil. Einige kostbare Möbel, die zu schwer waren, um sie raus zu tragen, die vielen bedeutenden Kamine und die eichenen Ausstattungen und Schnitzereien waren jedoch gut erhalten.

Die Renovierung von Schloß Eringerfeld, die Neugestaltung des nach alten Plänen entstandenen Parks sowie die freigelegte gotische Ausmalung der Kapelle kosteten alleine mehrere Mio. Euro.

Quelle: www.schloss-eringerfeld.de

Öffnungszeiten:
Schloss Eringerfeld beherbergt ein Hotel und Restaurant.

Anfahrt:
A4 Dortmund Kassel, Abfahrt Geseke, Richtung Steinhausen.

Preise:
keine Besichtigung



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