Plassenburg


95326 Kulmbach
Bayern
Deutschland

Telefon: +49-(0) 92 21 82 20-0

Mehr Informationen über die Plassenburg


Geschichte der Plassenburg

Die Plassenburg zählt zu den mächtigsten Burganlagen Bayerns. Als Schlossburg vereint sie wehrhafte Festung und repräsentativen Schlossbau.

Zum ersten Male wurde die Burg im Jahre 1260 erwähnt. Erbaut wurde sie vermutlich durch Herzog Otto II. 1340 befand sich die Plassenburg im Besitz der Burggrafen von Nürnberg, diese erwarben die Burg für 40 000 Heller. Schon zu dieser Zeit muß die Burg eine bedeutende Anlage gewesen sein.

Im bundesstädtischen Krieg im Jahre 1553 wurde die Burg zerstört und unter Markgraf Georg Friedrich von Brandenburg-Kulmbach und -Ansbach wieder errichtet. Er schaffte es von den fränkischen Gegnern für die mutwillige Zerstörung der Burg eine Entschädigung von 175 000 fl. zu erhalten.

Diese Summe wurde um weitere 82 000 fl. durch Kaiser Ferdinand I. erhöht. Den Auftrag für den Wiederaufbau der Plassenburg erhielt Caspar Vischer. Unter seiner Leitung entstand eine repräsentative Schlossburg mit Arkadengängen und Ecktürmen, die als Festung und Residenz.Später wurden weitere Festungswerke hinzugefügt, die allerdings wieder abgerissen worden.

Mit dem Tod Georg Friedrichs endete die Funktion der Plassenburg als Residenz. Markgraf Christian verlegte die Residenz nach Bayreuth. Er kehrte nur noch einmal, während der Zeit des “Dreißigjährigen Krieges” auf die Plassenburg zurück. Er ließ zum Schutz gegen den Burgberg die “Hohe Bastei” errichten. Den Bau führte der böhmische Festungsbaumeister Albrecht von Haberland durch.

Im “Dreißigjährigen Krieg” trutzte die Burg dem Ansturm Wallensteins, allerdings mußten die Tore für schwedische als auch kaiserliche Truppen geöffnet werden. Noch einen höfischen Höhepunkt erlebte die Plassenburg zur Zeit als der Enkel Markgraf Christians und sein Nachfolger Christian Ernst auf der Burg residierten. Danach diente die Burg als preußische Festung.

Nach der Schleifung der äußeren Befestigungsanlagen 1806/1807 war die Burg bis 1928 Zuchthaus. 1929 ging sie in den Besitz der Bayerischen Schlösserverwaltung über. Nach der Übergabe begannen die Restaurierungsarbeiten und der Ausbau als Museum.

Höhepunkte eines Rundgangs sind der von Arkaden umstellte Schöne Hof, die Hohe Bastei und die vornehmen Markgrafenzimmer. Im Arsenalbau hat das Deutsche Zinnfigurenmuseum seinen Sitz. Im Nord- und Westflügel des Hochgeschosses sind Teile des Landschaftsmuseums Obermain zu sehen. 1999 wurde in der Waffenhalle im Nordflügel das Armeemuseum Friedrich des Großen eingerichtet. Im zweiten Obergeschoß der Hochburg wird nach Abschluss der laufenden Arbeiten künftig das Markgrafenmuseum zu besichtigen sein.

Quelle: www.kulmbach.de

Öffnungszeiten:
April bis Oktober täglich 9 bis 18 Uhr, November bis März 10 bis 16 Uhr

Besichtigung: Markgrafenzimmer und Schlosskirche nur mit Führung, Deutsches Zinnfigurenmuseum oder Landschaftsmuseum Obermain

Preise:
regulär 4,00 ¬ reduziert 3,- ¬ (Schüler, Studenten)

Anfahrt:
Kulmbach liegt nördlich der A70, Abfahrt Kulmbach Neudrossen. Die Burg liegt oberhalb der Altstadt auf einem Hügel.


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