Nürnberg

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Geschichte der Kaiserburg Nürnberg

Die Burg zu Nürnberg gehört zu den bedeutendsten Kaiserpfalzen des Mittelalters. Friedrich Barbarossa und seine Nachfolger ließen eine Kaiserkapelle errichten, die Vorbild für viele Nachfolgebauten wurde. Ein Museum veranschaulicht sehr schön die bewegte Geschichte der Anlage.

Kaiserburg Nürnberg - 1. Torhaus
Kaiserburg Nürnberg – 1. Torhaus
Die Nürnberger Kaiserburg ist in mehrfacher Hinsicht bedeutend: Als Komplex verschiedener Wehrbauten bildet sie eine der größten Burganlagen Deutschlands. Der Palas (das Gebäude, in dem die Herrscher wohnten) zählt zu den aufwendigsten Zeugnissen seiner Art. Die Burg ist ein Denkmal der Geschichte des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation.

Schon früh war die Nürnberger Burg heftig umkämpft. 1105 von Heinrich V. im Kampf gegen seinen Vater Heinrich IV erobert, verteidigten sie die Staufer Konrad und Friedrich wenig später gegen Kaiser Lothar von Supplinburg. Zwischen 1050 und 1571 machten alle Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation auf der Burg Station, von den Saliern bis zu den Habsburgern. Zeitweise wurden die Krönungsinsignien in der Burgkapelle verwahrt.

Friedrich Barbarossa und seine Nachfolger bauten die salische Burg auf dem westlichen Burgfelsen zu einer der prachtvollsten Burgen des Reiches aus. Damals entstand die bis heute unverändert erhaltene Kaiserkapelle, die die Funktionen einer Hofkirche, einer kaiserlichen Privatkapelle sowie einer regulären Burgkapelle übernahm.

Die Kernburg, vom Sinwellturm aus gesehen
Die Kernburg, vom Sinwellturm aus gesehen
Die östlich vorgelagerte Burggrafenburg wurde zum Sitz der Burggrafen von Nürnberg. 1192 begann hier mit Burggraf Friedrich I. der Siegeszug der Hohenzollern in Franken. Kaiser Friedrich III. ließ im 15. Jahrhundert Palas und Kemenate mit den Frauengemächern groß und wohnlich erbauen.

Die Restaurierung durch die Bayerische Schlösserverwaltung 1934 sollte den möglichst unverfälschten historischen Zustand wiederherstellen – auch erklärtes Ziel des Wiederaufbaus nach den schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg: Rund 70% der Burg wurden durch Bomben zerstört. Eine Ausstellung über die Verwüstungen des Bombardements in Burg & Stadt findet sich im Sinwellturm.

Der Innenhof der Kaiserburg
Der Innenhof der Kaiserburg
Die museale Ausstattung der Kaiserburg wurde durch Bestände der Schlösserverwaltung ergänzt. Seit 1999 beherbergt die Kemenate das Kaiserburgmuseum. Eine aktuelle Themenübersicht der Veranstaltungen & Ausstellungen finden Sie hier.

Schon im 15. Jahrhundert entstanden im Umfeld der Burg bedeutende Gartenanlagen. Der heutige Burggarten ist nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges neu angelegt worden, weist aber noch vereinzelte Elemente aus dem 19. Jahrhundert auf. Den Innenhof der Burg dominierte bis 1934 die imposante mehrhundertjährige „Kunigundenlinde“. Sie musste leider in den 1980er Jahren durch einen jungen Lindenbaum ersetzt werden.

Kaiserburg Nürnberg
Burg 13
90403 Nürnberg
Deutschland

Website der Kaiserburg Nürnberg

Weitere Informationen
Staatliche Burgverwaltung Nürnberg
Auf der Burg 13
90403 Nürnberg
Tel. 0911/225726
Fax 0911/2059117

Eintritt
4,50 €, ermäßigt 3,50 €

Öffnungszeiten
April bis September täglich 9 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr; Oktober bis März täglich 10 bis 16 Uhr

Führungen
Burgräume mit Besichtigung Sinwellturm 4 und Zweigmuseum des Germanischen Nationalmuseums im Kemenatenbau

Gehbehinderte
Besichtigungsräume nur über Treppen erreichbar; Besichtigung des Burghofs und des Tiefen Brunnens möglich

Öffentliche Verkehrsmittel
DB bis Nürnberg Hbf.; 30 Gehminuten bis zur Burg; U1 oder U2 bis „Plärrer“ und Straßenbahn 4 Richtung Thon bis „Tiergärtner Tor“ (5 Gehminuten)
Parken: beschilderte Parkhäuser in der Innenstadt

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