Burghausen

Burg zu Burghausen in Bayern

Die Geschichte von Burghausen

Burghausen – die längste Burg Europas (1043 m)

Die Burg erstreckt sich in einer Länge von 1000 Metern auf einem schmalen Bergkamm zwischen der Salzach und dem Wöhrsee. Herzogliche, später königliche Pfalzen diesseits und jenseits der Salzach weisen auf die frühmittelalterliche Bedeutung dieses Landstriches hin, der sein Aufblühen vor allem dem Salzhandel verdankte.

2./1. Jahrhundert v. Chr. – vermutlich keltische Abschnittsbefestigung

8./9. Jahrhundert – vermutlich befestigter Amtshof der agilolfingischen Herzöge zum Schutz der Salzschifffahrt

11./12. Jahrhundert – Sitz der Grafen von Burghausen (bis 1164) – Erster Ausbau zur Burg unter dem Aribonen Sighard X. (um 1090) – Heinrich d. Löwe im Besitz der Burg – Weiterer Ausbau unter den Wittelsbachern (ab 1180)

13. Jahrhundert: Völlig neue Anlage unter Herzog Heinrich Xlll. von Niederbayern nach 1. Teilung Bayerns (1255) – zweite Residenz der Herzöge von Niederbayern neben Landshut – Grenzbollwerk gegen Salzburg und Passau – Älteste erhaltene Bausubstanz (Hauptburg!)

Burg zu Burghausen, Ansicht der gesamten Länge der Anlage von der Dachterasse aus14./15. Jahrhundert: Als Wehranlage schon in voller Ausdehnung. Wichtigste Bauperioden unter den letzten niederbayerischen Herzögen (Heinrich der Reiche 1393-1450, Ludwig der Reiche 1450-1479, Georg der Reiche 1479-1503) – Ausbau der Anlage in der jetzigen Gestalt unter dem Eindruck der Türkengefahr (1480/90) Herzogliche Residenz – Burg ist ein in sich geschlossenes Gemeinwesen (Wehr- und Wohnburg)

16. Jahrhundert: Verlust des Residenzcharakters nach dem Landshuter Erbfolgekrieg (1504/05) – Prinzenwohnung (Söhne Albrechts IV. d. Weisen) – Burg als Hauptwaffenplatz weiterhin von grosser militärischer Bedeutung – Kleinere Umbauten – beginnender Niedergang

17. Jahrhundert: Verstärkung der Befestigungen, insbesondere vor den anrückenden Schweden (1632)

18. Jahrhundert: Erweiterung der Außenwerke nach dem System des Festungsbaumeisters Marschall Sebastian de Vauban (1633-1707) – Wirren der Erbfolgekriege in der 1. Hälfte des 18. Jahrhundert. Umfangreiche Umbauten (Burg seit 1763 Garnison)

1779 Frieden von Teschen: Burghausen wird durch den Verlust des jetzt österreichischen Innviertels Grenzstadt. Niederlegung aller Außenwerke durch französische Truppen unter General Ney (1800/01). Napoleon erklärt die Burg als Festungsanlage für veraltet (1809) Umbauten, Abrisse, Einebnungen, Privatisierung von Teilen der Burg – Auflassung der Garnison (1891) Beginn einer großzügigen Renovierung der Hauptburg (1896). Sanierungsmaßnahmen an gesamter Burganlage seit 1960/70.

Wir danken der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen für ihre freundliche Unterstützung (Bildrechte dort).

Quelle: www.burghausen.de

Burg zu Burghausen, OberburgBurg zu Burghausen
84489 Burghausen
Bayern
Deutschland

Telefon:+49-(0)8677-4659

Informationen zu Burghausen

Öffnungszeiten:
Die Außenanlagen der Burg sind das ganze Jahr über frei zugänglich. April-September täglich 9 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 20:00 Uhr Oktober bis März täglich 10:00 bis 16:00 Uhr

Führungen durch die äußere Burganlage für Gruppen sind ganzjährig möglich. Dauer: Ca. 1 1/2 Stunden. Kosten für Führungen erfragen Sie bitte telefonisch. Rechtzeitige Vorbestellung bei der Burghauser Touristik GmbH ist unbedingt erforderlich, Telefon 08677/887-140/141, Telefax 08677/887-144 Von März bis einschließlich Oktober können Einzelpersonen an Samstagen, Sonn- und Feiertagen um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr an einer regelmäßigen Führung teilnehmen.

Anfahrt:
Burghausen liegt östlich von München an der Grenze zu Österreich an der B20.

Veranstaltungen
Keine Veranstaltungstermine vorhanden.

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